DJ Wall Street im Verlauf uneinheitlich - Ausverkauf bei Wal Mart
NEW YORK (Dow Jones)--Etwas leichter tendieren die Standardwerte an Wall Street am Donnerstag im frühen Verlauf. Die Gewinnwarnung von Wal Mart führt zum Ausverkauf in der Aktie. Nach Intel, Time Warner und nun Wal Markt wird im Handel befürchtet, dass in den kommenden Tagen weitere Unternehmen mit schlechten Nachrichten folgen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verliert gegen 16.44 Uhr MEZ 0,6% bzw 50 Punkte auf 8.719. Der S&P-500 sinkt um 0,3% oder 3 Zähler auf 904 und der Nasdaq-Composite steigt um 0,1% bzw 1 Stelle auf 1.600.
Mit Spannung wird auf die für 17.00 Uhr MEZ anstehende Rede des designierten US-Präsidenten Barack Obama gewartet. "Die Erwartungen an die Konjunkturprogramme sind mittlerweile derart hoch geschraubt, dass Obama sie eigentlich nur noch enttäuschen kann", so eine Stimme aus dem Handel. Dies habe sich bereits am Vorabend angedeutet, als die Ankündigung der Rede über die "Ticker" gelaufen sei.
"Wenn nichts getan wird, könnte diese Rezession für Jahre fortbestehen", heißt es in einem vorab veröffentlichtem Ausschnitt der Rede Obamas an der George-Mason-Universität in Fairfax. Obama befürchtet in einem solchen Fall eine zweistellige Arbeitslosenquote und den Verlust von Wettbewerbsvorteilen, "die Grundlage für die Stärke und das Ansehen der USA in der Welt sind". Ihm sei klar, dass weitere Konjunkturmaßnahmen mit hohen Kosten verbunden sind.
Leicht positiv werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gewertet, die um 24.000 zurückgekommen sind. Die Schätzungen lagen mit einem Plus von 63.000 Anträgen deutlich höher. Allerdings geht die Zahl im Vorfeld des Arbeitsmarktberichtes für den Monat Dezember leicht unter, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.
Der Einzelhandelskonzern Wal Mart hat infolge einer schwächeren Umsatzentwicklung die Ergebnisprognose für das vierte Quartal gesenkt. Das Ergebnis je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft werde nur noch bei 0,91 USD bis 0,94 USD gesehen. Mitte November hatte der Konzern aus Bentonville hier noch eine Spanne von 1,03 USD bis 1,07 USD in Aussicht gestellt.
Hintergrund des deutlich gesenkten Ausblicks sei eine schlechter als erwartete Umsatzentwicklung im Schlussquartal. Auch die Kosten hätten über den eigenen Erwartungen gelegen, hieß es zur Begründung. Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld bleibe für den Einzelhändler "schwierig". Wal Mart brechen um 8,5% auf 50,78 USD ein, im Fahrwasser verlieren Home Depot 2,3% auf 24 USD.
Zu den wenigen Gewinnern zählen Microsoft, die um 1,8% auf 19,88 USD zulegen. Microsoft-CEO Steve Ballmer hat im Gespräch mit Fox Business Networks nochmals bestätigt, dass das Interesse an Yahoo! der Vergangenheit angehöre. Weiter führte er aus, dass dies für die gesamte Branche schwierige Zeiten seien. Zudem betonte er, dass in diesen Zeiten die Parole gelte "Cash is King" - und Microsoft habe viel "Cash".
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January 08, 2009 10:49 ET (15:49 GMT)
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