DJ Bund hält künftig 25% an Commerzbank - Die Welt
HAMBURG (Dow Jones)--Die Commerzbank wird einem Pressebericht zufolge zu mehr als einem Viertel verstaatlicht. Nach Informationen der Tageszeitung "Die Welt" (Freitagausgabe) aus Finanzkreisen hält der Bund künftig 25% plus eine Aktie an der zweitgrößten Bank des Landes. Dies sei Teil des erneuten Rettungspaketes für die Bank, das in der Nacht zum Donnerstag geschnürt worden sei.
Vertreter der Commerzbank waren für eine Stellungnahme nicht erreichbar. Bei der Allianz und der Dresdner Bank wollten den Bericht nicht kommentieren.
Insgesamt erhalte die Commerzbank mehr als 10 Mrd EUR aus dem Rettungsfonds SoFFin, schreibt die Welt, nachdem auch die "Financial Times Deutschland" dies gemeldet hatte. Mehr als 1 Mrd davon werde in Form von vollwertigem Stammkapital gewährt, so dass die Anteile der bisherigen Commerzbank-Aktionäre verwässert werden, sagte eine mit der Angelegenheit vertraute Person der "Welt".
Der größere Rest der 10 Mrd EUR an Hilfen werde in Form einer stillen Einlage gewährt. Die Commerzbank hatte bereits im November 8,2 Mrd EUR als stille Einlage vom Bund erhalten.
Grund für den erneuten Hilferuf sind nach Informationen der Zeitung unerwartet hohe Abschreibungen bei der Dresdner Bank, die die Commerzbank noch in diesem Monat übernehmen will. Ohne eine erneute Kapitalspritze wäre die Kernkapitalquote der fusionierten Bank unter die Marke von 8% gefallen, die der SoFFin von Banken fordert, die staatliche Garantien nutzen wollen.
Durch die neuen Hilfen steigt die Quote nach Informationen der Zeitung wieder auf mehr als 10%. Gleichzeitig müsse sich auch die Allianz als bisheriger Eigentümer der Dresdner Bank an der Rettungsaktion beteiligen. Sie solle in erheblichem Umfang gefährdete Vermögenswerte (toxic assets) der Dresdner Bank auf ihre Bücher übernehmen.
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-Von Rüdiger Schoß, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 117,
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January 08, 2009 10:57 ET (15:57 GMT)
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