DJ Wall Street am Mittag etwas leichter
NEW YORK (Dow Jones)--Etwas leichter tendieren die Standardwerte an Wall Street am Donnerstagmittag. Die Gewinnwarnung von Wal-Mart führt zum Ausverkauf in der Aktie. Nach Intel, Time Warner und nun Wal-Mart wird im Handel befürchtet, dass in den kommenden Tagen weitere Unternehmen mit schlechten Nachrichten folgen. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verliert gegen 18.50 Uhr MEZ 0,8% bzw 70 Punkte auf 8.699. Der S&P-500 sinkt um 0,4% oder 3 Zähler auf 903 und der Nasdaq-Composite fällt 0,1% bzw 2 Stellen auf 1.598.
Die mit Spannung erwartete Rede des designierten US-Präsidenten Barack Obama hatte nur geringe unmittelbare Wirkung auf die Börsen. Angesichts der hochgeschraubten Erwartungen sei kaum mit einer positiven Reaktion zu rechnen gewesen, heißt es aus dem Handel. In seiner wirtschaftspolitischen Grundsatzrede hat Obama Einzelheiten seines geplanten Konjunkturprogramms vorgestellt. Um den Konsum anzukurbeln, solle 95% der Arbeitnehmerfamilien in den USA ein Steuernachlass von 1.000 USD gewährt werde. Die Maßnahme solle dazu beitragen, "dass die Leute wieder Geld ausgeben" und damit die Binennnachfrage in Gang bringen. Die Steuersenkung werde nur "der erste Schritt" einer größeren Steuerreform sein, sagte Obama weiter. Der designierte Präsident kündigte außerdem an, die Erzeugung alternativer Energien in den USA innerhalb der kommenden drei Jahre mit staatlicher Hilfe zu verdoppeln.
Leicht positiv werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe gewertet, die um 24.000 zurückgekommen sind. Die Schätzungen lagen mit einem Plus von 63.000 Anträgen deutlich höher. Allerdings geht die Zahl im Vorfeld des Arbeitsmarktberichtes für den Monat Dezember leicht unter, der am Freitag zur Veröffentlichung ansteht.
Der Einzelhandelskonzern Wal-Mart hat infolge einer schwächeren Umsatzentwicklung die Ergebnisprognose für das vierte Quartal gesenkt. Das Ergebnis je Aktie aus dem fortgeführten Geschäft werde nur noch bei 0,91 USD bis 0,94 USD gesehen. Mitte November hatte der Konzern aus Bentonville hier noch eine Spanne von 1,03 USD bis 1,07 USD in Aussicht gestellt.
Hintergrund des deutlich gesenkten Ausblicks sei eine schlechter als erwartete Umsatzentwicklung im Schlussquartal. Auch die Kosten hätten über den eigenen Erwartungen gelegen, hieß es zur Begründung. Das aktuelle wirtschaftliche Umfeld bleibe für den Einzelhändler "schwierig". Wal Mart brechen um 7,8% auf 51,24 USD ein, im Fahrwasser verlieren Home Depot 2% auf 24,08 USD.
Zu den wenigen Gewinnern zählen Microsoft, die um 2,5% auf 19,99 USD zulegen. Microsoft-CEO Steve Ballmer hat im Gespräch mit Fox Business Networks nochmals bestätigt, dass das Interesse an Yahoo! der Vergangenheit angehöre. Weiter führte er aus, dass dies für die gesamte Branche schwierige Zeiten seien. Zudem betonte er, dass in diesen Zeiten die Parole gelte "Cash is King" - und Microsoft habe viel "Cash".
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January 08, 2009 12:52 ET (17:52 GMT)
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