DJ Wall Street fällt deutlich ins Minus - Arbeitsmarkt drückt
NEW YORK (Dow Jones)--Die US-Börsen sind am Freitag im frühen Handel deutlich ins Minus gefallen. Händler begründen dies mit dem US-Arbeitsmarktbericht. Dieser zeichne letztlich ein trübes Bild und geselle sich nahtlos in die Reihe schwacher Konjunkturdaten der letzten Zeit, so Stimmen aus dem Handel. Dass der ADP-Bericht am Mittwoch noch schlechtere Zahlen angedeutet habe, spiele da nur eine unwesentlich Rolle, so Händler.
"Der Arbeitsmarktbericht verdeutlicht, dass die US-Wirtschaft tief in der Rezession steckt", meint ein Volkswirt. Die Konsumausgaben des vierten Quartals dürften sich angesichts dieser Entwicklung sehr schwach präsentieren. Die US-Notenbank werde sich in ihrem bisherigen aggressiven Vorgehen gegen die Finanz- und Wirtschaftskrise bestätigt sehen.
Wie das US-Arbeitsministerium am Freitag berichtete, fiel die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft um 524.000, während von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte einen Stellenrückgang um 525.000 erwartet hatten. Zugleich wurden aber die Angaben für die Vormonate deutlich nach unten korrigiert: Das Ministerium meldete für November nun ein Stellenminus von 584.000, nachdem zunächst ein Rückgang um 533.000 gemeldet worden war. Die Revision des Vormonats nach unten füge sich in das negative Bild, so Händler
Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) verliert gegen 17.15 Uhr MEZ 1,3% bzw 116 Punkte auf 8.629. Der S&P-500 fällt um 1,7% oder 16 Zähler auf 894 und der Nasdaq-Composite ermäßigt sich 2,3% bzw 37 Stellen auf 1.580.
Chevron büßen 1,6% auf 73,06 USD ein. Das Unternehmen hatte "signifikant niedrigere" Gewinne für das vierte Quartal im Vergleich zum Vorquartal angekündigt, ebenso wie eine Nachsteuerbelastung von mindestens 300 Mio USD für das Quartal. Zudem sei ein Ertrag von 625 Mio USD aus einer Portfolio-Transaktion zu erwarten. Auch der gefallene Ölpreis belastet hier den Kurs.
Ford Motor fallen um 2,6% auf 2,62 USD. CEO Alan Mulally hat mitgeteilt, dass der Automobilbauer das vierte Quartal mit weniger als 15 Mrd USD an Liquidität beenden wird. Lennar brechen um 21% auf 8,99 USD ein. Dem Immobilienunternehmen werden bilanzielle Ungereimtheiten vorgeworfen.
Dagegen steigen Yahoo! um 0,8% auf 13,18 USD. Das "Wall Street Journal" berichtet, das Internetunternehmen stehe kurz vor der Ernennung eine neuen Vorstands. Genannt wurde Carol Bartz, ehemalige CEO von Autodesk.
Als Profiteur des schwachen US-Arbeitsmarktes erweisen sich die Bildungsanbieter. Die Apollo Group hat im ersten Quartal ihres Geschäftsjahres die Einnahmen um 29% gesteigert. Die Aktie klettert um 8,6% auf 83,93 USD. Palm setzen die Aufwärtsbewegung vom Vortag fort und steigen um weitere 34,9% auf 4,45 USD. Das Unternehmen hatte am Donnerstag ein lang erwartetes neues "Smartphone" präsentiert, das dem lahmenden Geschäft neue Impulse verleihen soll.
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January 09, 2009 11:19 ET (16:19 GMT)
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