Die Kurse deutscher Anleihen haben am
Freitag nach sehr schwachen Konjunkturdaten aus der Eurozone und
einem schwachen US-Arbeitsmarktbericht weiter zugelegt. Der
richtungweisende Euro-Bund-Future
Der erneut sehr schwache US-Arbeitsmarktbericht habe die als sicherer Hafen geltenden Anleihen gestützt, sagten Händler. Im Dezember sank die Zahl der Beschäftigten stärker als erwartet. Außerhalb der Landwirtschaft ging die Beschäftigtenzahl im Vergleich zum Vormonat um 524.000 zurück. Es ist der zwölfte Rückgang der Beschäftigung in Folge.
In der Eurozone waren zuvor eine Reihe schwacher Daten zur Industrieproduktion veröffentlicht worden. Die Daten zur Industrieproduktion in Deutschland, Frankreich und Spanien seien sehr enttäuschend ausgefallen und hätten die Wahrscheinlichkeit für eine baldige weitere Leitzinssenkung durch die Europäische Zentralbank (EZB) erhöht, sagten Händler. In Deutschland sank die Produktion preis- und saisonbereinigt um 3,1 Prozent. Volkswirte hatten lediglich einen Rückgang um 2,0 Prozent erwartet.
"Die in den vergangenen Tagen veröffentlichten Daten sind Munition für die Tauben im EZB-Rat", heißt es in einer Studie der Commerzbank. Die EZB werde ihren Leitzins bis zum Frühjahr von derzeit 2,5 Prozent auf 1 Prozent senken. Dabei könnte der erste Schritt bereits an diesem Donnerstag erfolgen. Das vierte Quartal sei in Deutschland katastrophal ausgefallen./js/stw
AXC0163 2009-01-09/18:37
