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ne-na.de/Studie: Kollaborieren oder kollabieren? - Organisationen im Netzwerkstress

DJ ne-na.de/Studie: Kollaborieren oder kollabieren? - Organisationen im Netzwerkstress

ne*na.de/Studie: Kollaborieren oder kollabieren? - Organisationen im 
Netzwerkstress 
 
Düsseldorf/Berlin, 19. Januar 2009 * ,,Von einem Ameisenhaufen können wir 
mehr über Organisationsformen und Prozesse lernen als durch Rechenmodelle", 
postulierte der Internet*Pionier Kevin Kelly http://www.kk.org schon vor 
rund 15 Jahren. Die Wirtschaft ist ein komplexes, dynamisches System: Alle 
Ereignisse werden permanent durch das Zusammenspiel von Ordnung und Chaos, 
Gesetz und Zufall, Freiheit und Strukturierung beeinflusst. Rationale 
Berechnung zukünftiger Ereignisse, letzte Gewissheit für Voraussagen sind 
nicht möglich * Zukunft ist nicht berechenbar - was man an der Finanzkrise 
schmerzlich erkennt. Die zukünftige Gestalt von Unternehmen und 
Großorganisationen sollte nach Auffassung von Kelly daher folgende 
Eigenschaften haben: verteilt, dezentralisiert, auf Zusammenarbeit bedacht 
und anpassungsfähig. ,,Ein sehr großes globales Unternehmen, das ganz die 
Form eines Netzwerks annehmen würde, kann als ein System von Zellen mit 
jeweils einem Dutzend Personen angesehen werden, das folgendes umfasst: 
Kleinfabriken mit einem Dutzend Leuten, eine Zentrale mit einem Stab von 
zwölf Menschen, Profit Centers, die von acht Personen geleitet werden, und 
Zuliefererbetriebe, bei denen zehn Menschen arbeiten", empfiehlt Kelly. 
 
Aber wie organisiert man Netzwerke? ,,Die Zunahme vernetzter und kooperativer 
Organisationen, die man unter dem Begriff ,Team Collaboration' zusammen 
fassen kann, stellt Führungskräfte vor neue Herausforderungen", so 
Karl*Heinz Land, Chairman der Düsseldorfer Beratungsfirma Mind 
http://www.mind*consult.net. Das Unternehmen hat in Zusammenarbeit mit den 
Agenturen Wort + Welt und Projektkomplex.net die Studie ,,Kollaborieren oder 
Kollabieren? Team Collaboration in der Enterprise 2.0" 
http://www.team*collaboration.net erstellt. Viele Organisationen würden 
unter Netzwerkstress leiden: Überforderung der Mitarbeiter, 
Projektverzögerungen durch ,,Entscheidungsstaus" oder technische Pannen. 
Mangelhafte Soft* oder Hardwarekomponenten können erschwerend hinzukommen: 
,,Die massenhafte Bearbeitung von kollaborativen und kommunikativen Aufgaben 
hält mittlerweile bis zu 30 Prozent des Managements von der Erledigung der 
wichtigsten Dinge ab", sagt Studienautor Sebastian Paulke, Geschäftsführer 
von Wort + Welt http://www.wortundwelt.eu, gegenüber NeueNachricht. 
 
In einer Online*Befragung, an der über 150 Managern aus verschiedenen 
Wirtschaftsbranchen teilnahmen, geht die Studie der Frage nach, ob sich die 
aktuellen IT*Werkzeuge für die Projektarbeit eignen. Mind-Geschäftsführer 
Bernhard Steimel sieht seine Einschätzung durch die Umfrage*Ergebnisse 
bestätigt: ,,Wissensarbeiter fühlen sich von den ihnen zur Verfügung 
gestellten Arbeitsmitteln nicht ausreichend unterstützt: Für 84 Prozent der 
befragten Entscheider aus Großunternehmen und Dienstleistungsbranchen wird 
der Büroalltag stressiger. Die Erledigung der wichtigsten Aufgaben kommt bei 
73 Prozent der Befragten zu kurz. Emails, Meetings und unwichtige Aufgaben 
sind die wichtigsten ,Zeit*Killer'". Klassische Kommunikationsplattformen 
wie MS Outlook, Excel oder Project eigneten sich nur eingeschränkt als 
Kollaborationstools. 
 
,,Auch Intranets und Wikis unterstützen nicht für alle Befragten optimal das 
Wissensmanagement im Unternehmen. Dokumenten*Management ist in vielen 
Unternehmen noch ein Fremdwort, nur jedes vierte Unternehmen setzt es ein", 
fasst Steimel die Befragungsergebnisse zusammen. ,,Echte" Tools für die 
Kollaboration wie MS Sharepoint werden nur von 29 Prozent der Befragten 
genutzt. Aber knapp 90 Prozent geben zu Protokoll, dass solche Tools die 
Zusammenarbeit verbessern könnte. ,,Sie sollen durch attraktive, intuitive 
und leicht zu bedienende Nutzerschnittstellen die Informations*, 
Kommunikations* und Kooperations- sowie Koordinationsprozesse entschlacken, 
beschleunigen und wertschöpfender gestalten", erklärt Medienberater Stefan 
Simons von Projektkomplex.net http://www.projektkomplex.net. Erforderlich 
seien neue Organisationskonzepte, damit die Technologien ihre Wirkung voll 
entfalten können. Dafür sprechen nach der Studie vier ,,Megatrends", die 
bereits ,,in voller Blüte" stehen: Die ,,Demokratisierung" der Arbeit, die 
wachsende Bedeutung der Verbraucher für den Unternehmenserfolg, die 
zunehmende Beschleunigung der Information, Kommunikation, Kooperation sowie 
Koordination und die sinkende Bedeutung von Unternehmen und ,,starren" 
Organisationen für die volkswirtschaftliche Wertschöpfung. 
 
,,Ohne tiefgreifende Wandlungen der Unternehmensorganisation, seiner Prozesse 
und seiner Kultur nutzen neue Softwaretools und Anwendungen nichts. Im 
Gegenteil, sie hemmen nur etablierte Betriebsabläufe und werden für die 
Mitarbeiter zum Stressfaktor", bestätigt IT*Experte Lupo Pape, 
Geschäftsführer von SemanticEdge http://www.semanticedge.de in Berlin, die 
Studienergebnisse. Das werde mit der Studienthese von der ,,Demokratisierung 
der Arbeit" gut beschrieben. ,,Es betrifft sowohl die Arbeit im Unternehmen 
als auch die Arbeit mit den Kunden. Team*Kollaboration steht gegen rigide 
Strukturen. Diese Dissonanz erfahren auch häufig große Weltunternehmen, die 
einerseits auf global einheitliche Strukturen und Prozesse setzen, 
andererseits aber ihre Mitarbeiter stärker ermächtigen und emanzipieren 
wollen. Dieser Gegensatz lässt sich nur aufheben, wenn ein irgendeiner 
Stelle im Unternehmen eine Trennlinie gezogen wird, zwischen globaler 
Dominanz und lokaler Verantwortung. Ansonsten besteht die Gefahr, dass 
Team*Kollaboration und seine Anwendungen zu einem noch höheren internen 
Kommunikations* und Abstimmungsbedarf führen - und zum Zeitkiller werden", 
weiß Sprachdialogexperte Pape. Baut die Unternehmenskultur auf einem hohen 
Maß an lokaler Selbständigkeit und Verantwortung auf, sei das kooperative 
Organisationsmodell schon inhärent vorhanden, und neue Kommunikations* und 
Informationsaustauschprozesse könnten alte Prozesse und Anwendungen 
ersetzen. ,,Klein* und mittelständische Unternehmen haben hier grundsätzliche 
Vorteile, wenn gleichzeitig eine ,Unternehmenskultur 2.0' vorhanden ist", so 
das Fazit von Pape. Eine Meldung von NeueNachricht. Für den Inhalt ist 
NeueNachricht verantwortlich. 
 
[www.ne*na.de] 
 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 19, 2009 07:49 ET (12:49 GMT)

© 2009 Dow Jones News
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