Der französische Automobilhersteller Renault
"Die Priorität liegt jetzt bei der Sicherung der Liquidität", erklärte Konzernchef Carlos Ghosn in Boulogne-Billancourt bei Paris. Für das laufende Jahr rechnet Renault mit einer weiteren Verschlechterung der Lage. Das bereits im vergangenen Juli aufgelegte Sparprogramm soll nun verschärft werden. So sei die Produktion im zweiten Halbjahr 2008 deutlich zurückgefahren und damit die Lagerbestände zurückgeführt worden. Zudem wurden den Mitarbeitern Aufhebungsverträge angeboten. 1.700 Mitarbeiter hätten bereits entsprechende Verträge unterschrieben, weitere 5.300 Personen hätten sich beworben und weitere 1.100 Stellen sollten bei den europäischen Töchtern hauptsächlich durch natürliche Fluktuation wegfallen. Künftig sollen die Kosten weiter gesenkt werden.
NETTOVERSCHULDUNG GESTIEGEN
Im vergangenen Jahr stieg die Nettoverschuldung der Autosparte unter anderem wegen der Aufwertung des Yens, der Produktionskürzungen und des Erwerbs einer 25-Prozent-Beteiligung am russischen Hersteller AvtoVAZ um 5,86 Milliarden auf 7,94 Milliarden Euro. Das entspricht 40,9 Prozent des Eigenkapitals.
Der Fokus soll künftig auf strategischen Vorhaben liegen, wie
die Entwicklung von Elektroautos und verbrauchsarmer Motoren. Dazu
soll auch die Zusammenarbeit mit dem japanischen Automobilhersteller
Nissan
ISIN FR0000131906
AXC0071 2009-02-12/10:06
