Der Bundestag in Berlin hat in einer aktuellen Stunde zum Teil sehr emotional über die geplanten Internet-Sperren für Kinderpornographie debattiert. Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen verteidigte den vorgelegten Gesetzentwurf, wonach Provider verpflichtet werden sollen, den Zugang zu Internetseiten mit Kinderpornographie zu sperren. "Das Internet ist kein rechtsfreier Raum", so die Familienministerin, Internet-Sperren seien ein effektiver Weg, den Markt für Kinderpornographie zu zerstören. Vor allem von FDP und Grünen war Skepsis zu hören. Durch die geplanten Filterungen werde kein Kind davor bewahrt, sexuell missbraucht zu werden, die Sperren seien leicht zu umgehen. Justizministerin Brigitte Zypries erklärte ihre Zustimmung zum Gesetz, forderte aber neben den geplanten Sperren zusätzlich auch aktive Verfolgung der Anbieter und Urheber von Kinderpornographie.
© 2009 dts Nachrichtenagentur
