Viele kleine Internetprovider sollen offenbar von der Verpflichtung zur Sperrung von Kinderporno-Seiten ausgenommen werden. Nach dem Gesetzentwurf aus dem Bundeswirtschaftsministerium, der voraussichtlich am Mittwoch im Kabinett beschlossen wird, sollen nur Anbieter, die mindestens für 10.000 Nutzer "in der Regel gegen Entgelt" den Zugang zum Internet ermöglichen, "geeignete und zumutbare technische Maßnahmen" ergreifen, so der "Spiegel" in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe. Alle staatlichen Dienste wie Hochschulnetze und Behörden-Provider sowie Hunderte regionale Netzwerkanbieter müssten demnach nicht tätig werden. Experten schätzen, dass hierzulande mittlerweile mehrere Millionen Internet-Nutzer über solche Dienstanbieter im Web surfen. Gestern hatten große Internetprovider wie T-Online und Kabel Deutschland einen Vertrag unterzeichnet, in der sie sich zur freiwilligen Sperrung von Kinderporno-Seiten im Internet verpflichten.