Utting am Ammersee (ots) - Mit Gen-Mais verunreinigte Flächen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz dürfen nicht zum Blühen kommen.
In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden auf hunderten Hektar, mit der Gen-Mais Sorte NK 603, verunreinigtes Mais-Saatgut ausgebracht. Ohne ihr Wissen hatten die Landwirte bereits verunreinigtes Saatgut erhalten.
Bei NK 603 handelt es sich um Gen-Mais, der in der EU nicht zum Anbau zugelassen ist. Der DBIB befürchtet, dass Pollen davon in den Honig gelangen könnten. "Sollte das der Fall sein, so sehen wir einen hohen Imageverlust und Umsatzeinbußen beim Honig, da etwa 80 % der Verbraucher Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Bestandteilen ablehnen" so Manfred Hederer Präsident des DBIB. "Daher muss der verunreinigte Mais auf alle Fälle vom Acker, bevor er zu blühen beginnt", so Hederer weiter.
Am besten wäre es gewesen, wenn der Mais, so wie in Hessen, bereits nach dem Auflaufen vernichtet worden wäre und so jeder Verbreitung von gentechnischen Bestandteilen entgegengewirkt worden wäre. Die Behörden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatten den Aufwuchs jedoch erlaubt, wenn der Mais anschließend nur für Biogas-Anlagen verwendet wird. Ein Vorgehen, das die Betroffenheit der Imker in keinster Weise berücksichtigt und auch klar gegen das in der EU geltende Anbauverbot für Gen-Mais NK603 verstößt.
Ebenfalls müssen die Flächen mit Angabe der Lage und Flurnummern offengelegt werden, damit die Imker einschätzen können, in welcher Gegend sie ein Problem haben könnten.
Letztlich heißt die klare Forderung an die beiden Bundesländer: Der Mais muss weg, bevor er blüht. Der DBIB setzt sich damit vehement dafür ein, dass die Imker auch in Zukunft Honig in bester Qualität erzeugen und anbieten können.
Der DBIB ist der Verband der erwerbsorientierten Imker in Deutschland.
Originaltext: Deutscher Berufs Imkerbund Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/59392 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_59392.rss2
Pressekontakt: Präsident: Manfred Hederer-Hofstattstr. 22a-86919 Utting a. A. Telefon 0151 23038271-Fax 08806 924972- info@berufsimker.de
In Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz wurden auf hunderten Hektar, mit der Gen-Mais Sorte NK 603, verunreinigtes Mais-Saatgut ausgebracht. Ohne ihr Wissen hatten die Landwirte bereits verunreinigtes Saatgut erhalten.
Bei NK 603 handelt es sich um Gen-Mais, der in der EU nicht zum Anbau zugelassen ist. Der DBIB befürchtet, dass Pollen davon in den Honig gelangen könnten. "Sollte das der Fall sein, so sehen wir einen hohen Imageverlust und Umsatzeinbußen beim Honig, da etwa 80 % der Verbraucher Lebensmittel mit gentechnisch veränderten Bestandteilen ablehnen" so Manfred Hederer Präsident des DBIB. "Daher muss der verunreinigte Mais auf alle Fälle vom Acker, bevor er zu blühen beginnt", so Hederer weiter.
Am besten wäre es gewesen, wenn der Mais, so wie in Hessen, bereits nach dem Auflaufen vernichtet worden wäre und so jeder Verbreitung von gentechnischen Bestandteilen entgegengewirkt worden wäre. Die Behörden in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz hatten den Aufwuchs jedoch erlaubt, wenn der Mais anschließend nur für Biogas-Anlagen verwendet wird. Ein Vorgehen, das die Betroffenheit der Imker in keinster Weise berücksichtigt und auch klar gegen das in der EU geltende Anbauverbot für Gen-Mais NK603 verstößt.
Ebenfalls müssen die Flächen mit Angabe der Lage und Flurnummern offengelegt werden, damit die Imker einschätzen können, in welcher Gegend sie ein Problem haben könnten.
Letztlich heißt die klare Forderung an die beiden Bundesländer: Der Mais muss weg, bevor er blüht. Der DBIB setzt sich damit vehement dafür ein, dass die Imker auch in Zukunft Honig in bester Qualität erzeugen und anbieten können.
Der DBIB ist der Verband der erwerbsorientierten Imker in Deutschland.
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