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| Kapitalmarkt-Trends · Aktuelle Kapitalmarkt-Trends Nachrichten · Archiv |
| 28.08.2009 09:12 |
Fünfter Anstieg in Folge |
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Sehr geehrter Anleger, der GFK Konjunkturindikator, der die Konjunkturerwartungen der deutschen Bundesbürger abbildet, ist mit einer Augustzunahme um 6,5 Punkte zum fünften Mal in Folge gestiegen. Damit liegt er um 14 Punkten über dem Vorjahreswert. Mit den Konjunkturerwartungen stiegen die Einkommenserwartungen was in der logischen Konsequenz auch zu einer verbesserten Anschaffungsneigung der deutschen Konsumenten führte. Obwohl das alles ausgesprochen gut klingt, so muss man der Ehrlichkeit halber dazu sagen, dass das Konsumklima sich weiter auf einem relativ niedrigen Niveau befindet. Was auch nicht erstaunt, da die seinerzeitige Mehrwertsteuererhöhung der Bundesregierung um +18,75 % oder 3 Prozentpunkte (von 16 % auf 19 %) weiterhin wie schweres Gepäck auf dem Konsum lastet. Allerdings profitiert der Bundesbürger derzeit von den niedrigeren Preisen, die sich gegenwärtig in einer negativen Inflationsrate niederschlägt. Der Geldbeutel wird dadurch etwas voller. Und so scheint es, dass wenn man sich die zuletzt gemeldeten Auftragseingänge einzelner Unternehmen ansieht und sich das mögliche Wachstum des Bruttoinlandsprodukts im dritten Quartal vergegenwärtigt, dass die weltweiten Konjunkturprogramme langsam greifen. Was auch Zeit wurde. Dennoch muss man warnend dagegensetzen, dass diese Rettungsmaßnahmen in Form von Abwrackprämie, Wahlgeschenken und vorgezogenen Investitionen von den Bürgern über höhere Zinszahlen (derzeit über 71 Mrd. Euro p.a.) und eine höhere Verschuldung teuer bezahlt werden müssen.
Was den immer noch schwachen Konsum trotz der momentanen Stärkung mittelfristig weiter schwächen wird. Über höhere Steuern und Abgaben. Insofern sollte man sich nicht zu früh freuen. Und selbst, wenn man vermehrt lesen kann, dass die Horrorzahlen von 5 Mio. Arbeitslosen nicht mehr erwartet werden, so wird das Auslaufen des Kurzarbeitergelds doch zu einem deutlichen Arbeitslosenanstieg führen, was nicht nur dem Konsum sondern auch die Sozialkassen belasten wird. Denn eines ist klar. Wenngleich der Spruch, dass 50 % der Konjunktur gefühlt sind und deshalb psychologisch beeinflusst werden kann, so bleiben am Ende die anderen 50 %, die wesentlich schwerer wiegen. Und die werden es am Ende entscheiden. Und so sollte man den letzten Satz der GFK Konsumklimastudie aufmerksam zur Kenntnis nehmen, der da lautet: „Ein spürbarer Anstieg der Arbeitslosigkeit im weiteren Verlauf dieses Jahres dürfte auch das Konsumklima schwer belasten“. Ich wünsche Ihnen einen schönen Tag und hohe Renditen. Ihr Norbert Lohrke Börsendaten![]() Marktbericht: Boeing beflügelt DowObwohl der Dow Jones zunächst in den Roten lag, wobei der Rückgang des Öl-Futures eine Rolle spielte, konnte er am Ende mit +0,38 % (9.581) punkten. Grund war die Aussage aus dem Hause Boeing, dass der erste Dreamliner, also das neue Langstreckenflugzeug 787, am Ende des Jahres abheben wird. So gewann auch der Nasdaq +0,16 % (2.028) und der S&P 500 +0,38 % (1.031), obwohl letzterer zunächst über -2 % in den Miesen lag In Frankfurt konnte dieser Turnaround nicht mehr nachvollzogen werden. Zudem belastete eine Studie über einen Konkurrenten von Bayer, der mit einem Blutverdünnungsmittel die Nase vorn haben soll, den Markt. Der Dax gab um -0,94 % (5.470), der Tec Dax um -0,86 % (697,73) und der C Dax um -0,89 % (473,45) nach. In Japan profitierte der Handel von den guten Vorgaben der Wall Street und dem besseren Dollar-Yen-Verhältnis. Der Nikkei gewann schließlich +0,57 % auf 10.534 Punkte hinzu.
American Eagle Profit bricht um -52 % ein. Angesichts schwacher Umsätze, die sich in einem Umsatzrückgang von -4,5 % auf 657,6 Mio. Dollar niederschlugen, hat der Bekleidungseinzelhändler American Eagle Outfitters Inc. im zweiten Quartal einen Gewinnrückgang von -52 % auf 28,6 Mio. Dollar hinnehmen müssen. Die Bruttomarge fiel von 42 % auf 37,8 %. (WSJ) Standpunkt: Um sich im Wettbewerb gegen Konkurrenten wie Abercrombie&Fitch Co. zu behaupten hat der Anbieter von Textilien für Teens und junge Erwachsene auf niedrigere Preise gesetzt. Das rächt sich nun in einer deutlich sinkenden Bruttomarge und einem Gewinneinbruch. Ich meine, dass das der falsche Weg ist. Dell Gewinn fällt angesichts schwacher Umsätze um -23 %. Der zweitgrößte Computerhersteller der USA Dell Inc. musste einen Gewinnrückgang um -23 % auf 472 Mio. Dollar hinnehmen. Dabei ging der Umsatz um deutliche -22 % auf 12,76 Mrd. Dollar zurück. Wobei der CEO darauf verweist, dass im Computermarkt erste Zeichen der Erholung sichtbar sind. (WSJ) Standpunkt: Dell hat ein internes Problem. Zu teuer und der Service ist auch zu wenig am Kunden orientiert. Jedenfalls war das in der Vergangenheit so der Fall bevor Michael Dell wieder das Ruder an sich gerissen hat. Und wie das so ist, wenn man die Kunden einmal an die Konkurrenz verloren hat, ist es schwer sie wieder zurückzuholen. Insofern wäre Dell für mich nicht die erste Wahl, wenn ich im Computerumfeld investieren würde. BHP Billiton will marktnäheres Preisfindungssystem für Eisenerz. Alex Vanselow, CFO vom Anglo-Australischen Rohstoffgigant BHP Billiton ist nach Japan gereist, um Nippon Steel Corp. und die anderen Stahlproduzenten von einem anderen, marktnäheren Preissystem zu überzeugen. Derzeit finden die Preisverhandlungen einmal jährlich statt. Die Japaner, die sich gegen diesen Vorschlag sträuben bevorzugen das auf langfristigen Verträgen beruhende, in 1980 etablierte Preisfindungssystem, das jährliche Preisverhandlungen vorsieht. (NNI) Standpunkt: Ich weiß nicht, ob BHP Billiton sich damit einen Gefallen tun würde. Die Abhängigkeit vom Spot und Future Markt würde immer größer werden. Und der dortigen Volatilität kann das Unternehmen mit langfristigen Verträgen entgegenwirken. Insofern ist fraglich, ob BHP angesichts einer solch kurzfristig orientierten Geschäftspolitik wirklich ein gutes langfristiges Investment ist. Rohwedder mit -50 % Rückgang. Die Gesamtleistung des Maschinenbauers Rohwedder AG ist im ersten Halbjahr um -50 % auf 41,4 Mio. Euro eingebrochen. Das Einsparpaket von insgesamt 30 Mio. Euro konnte nicht verhindern, dass das EBIT auf -4,2 Mio. Euro absank. Mögliche strategische Kooperationen und Allianzen werden geprüft. (PM) Standpunkt: Der letzte Satz hört sich nicht gut an. Wenn man schon die Eigenständigkeit in Frage stellt, dann muss das Unternehmen ein ernstes Problem haben. Was angesichts eines Rückgangs der Gesamtleistung um -50 % selbstredend ist. Gesco beschließt mit 2,50 Euro höchste Dividende in Unternehmensgeschichte. Nach einer Dividende von 2,42 Euro im Vorjahr hat die Gesco AG in diesem Jahr mit 2,50 Euro je Aktie die höchste Dividende der Unternehmensgeschichte ausgeschüttet. 2008/2009 brachte erneut Rekordwerte bei Umsatz und Ertrag. Für 2009/2010 wird allerdings auch bei Gesco ein Rückgang bei Umsatz und Ertrag erwartet. (PM) Standpunkt: Manchmal frage ich mich, wieso ich nicht in Gesco investiert habe, wo ich doch auf einer Investorenkonferenz in Hamburg so begeistert von Herrn Mayrose und dessen Geschäftsmodell war. Stattdessen bin ich mit Arques ordentlich baden gegangen. Das zeigt mir erneut, wie wichtig es ist, sich bei der Investmentauswahl das Management genau anzusehen
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