Essen (ots) - Streitpunkte gab und gibt es genug: Steuern, Gesundheit, Arbeit, Rente. Wie das Koalitionspaket, das Union und FDP in den nächsten Tagen schnüren wollen, im Detail auch aussehen wird - letztlich kommt es allen Seiten vor allem darauf an, dass sie ihren Leuten das Ergebnis jeweils als Erfolg verkaufen können.
Doch das wird nicht einfach. Die künftigen Koalitionäre haben vor der Wahl vollmundige Versprechen abgegeben: Steuern sollen gesenkt, Familien gefördert, Bildung und Innovation gestärkt, das Gesundheitssystem reformiert werden. Ein respektables Programm - mit dem unübersehbaren Makel, dass die gesammelten Wohltaten, realistisch betrachtet, nicht zu finanzieren sind.
Entsprechend dürfte es der Kanzlerin nicht leicht fallen, ihr schwarz-gelbes Projekt unter ein griffiges Motto zu stellen. Denn Angela Merkel muss sich von ihrer schwarz-roten Vorgängerregierung absetzen, ohne inhaltlich eine Kehrtwende zu vollziehen.
All dies klingt wenig nach Projekt, umso mehr nach Kompromiss. Gut möglich, dass es am Ende ein fauler Kompromiss sein wird.
Originaltext: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/55903 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_55903.rss2
Pressekontakt: Westdeutsche Allgemeine Zeitung Zentralredaktion Telefon: 0201 / 804-6528 zentralredaktion@waz.de
Doch das wird nicht einfach. Die künftigen Koalitionäre haben vor der Wahl vollmundige Versprechen abgegeben: Steuern sollen gesenkt, Familien gefördert, Bildung und Innovation gestärkt, das Gesundheitssystem reformiert werden. Ein respektables Programm - mit dem unübersehbaren Makel, dass die gesammelten Wohltaten, realistisch betrachtet, nicht zu finanzieren sind.
Entsprechend dürfte es der Kanzlerin nicht leicht fallen, ihr schwarz-gelbes Projekt unter ein griffiges Motto zu stellen. Denn Angela Merkel muss sich von ihrer schwarz-roten Vorgängerregierung absetzen, ohne inhaltlich eine Kehrtwende zu vollziehen.
All dies klingt wenig nach Projekt, umso mehr nach Kompromiss. Gut möglich, dass es am Ende ein fauler Kompromiss sein wird.
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