Die Aktie der Postbank
Analyst Dirk Becker vom Finanzdienstleister Kepler beließ die Aktie auf "Reduce" mit einem Kursziel von 9,00 Euro und urteilte: Der Vorsteuerverlust von 59 Millionen Euro habe sich nach Steuerposten in einen Endgewinn von 42 Millionen Euro verkehrt und damit die Erwartungen derer übertroffen, die nicht mit solch hohen Steuerrückzahlungen gerechnet hätten. Allerdings seien die vorgelegten Quartalszahlen der Bank auf operativer Ebene enttäuschend.
Hauptgrund für das negative Vorsteuerergebnis seien
Abschreibungen für den US-Mittelstandsfinanzierer CIT, der in der
vergangenen Woche Insolvenz angemeldet habe. Becker rechnet in
Zukunft mit weiteren Belastungen zwischen 2,0 und 2,5 Millionen Euro
für die CDO- und CRE-Portfolios der Postbank (Credit Default Options
und Commercial Real Estate). Zwar sei ein solcher Schritt erneut für
mindestens ein weiteres Quartal verschoben worden, "wird aber sicher
kommen", ist Becker überzeugt. Die Deutsche Bank
Analyst Matthias Dürr von der DZ Bank meinte ebenfalls: "Das negative Ergebnis vor Steuern liegt mit 59 Millionen Euro unter unserer Prognose von minus 26 Millionen Euro und auch unter der Marktschätzung." Auch er verwies auf die Insolvenz der US-Bank CIT als Hauptursache. Seine Schätzungen für 2009 will Dürr nun reduzieren. Da das bereinigte Ergebnis jedoch weitgehend den Erwartungen entsprochen habe, halte er sein Anlageurteil "Kaufen" vor dem Hintergrund der Deutschen-Bank-Transaktion aufrecht./ck/dr
ISIN DE0008001009
AXC0141 2009-11-05/10:31


