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UPDATE: Postbank leidet im 3Q unter CIT-Pleite

DJ UPDATE: Postbank leidet im 3Q unter CIT-Pleite

(NEU: Aktienkurs, CFO-Aussagen, Details)

Von Eyk Henning

DOW JONES NEWSWIRES

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Postbank AG ist im dritten Quartal von der Insolvenz der US-Finanzgruppe CIT getroffen worden und hat einen überraschend hohen Vorsteuerverlust geschrieben. Auf Nachsteuerbasis erzielte das Bonner Institut dank einer Steuergutschrift zugleich ein unerwartet deutliches Plus, wie aus den am Donnerstag präsentierten Zahlen hervorgeht. Bei Anlegern überwiegt offenbar die Enttäuschung über den Vorsteuerverlust: Die Aktie verliert in einem schwachen Marktumfeld 3% auf 21,65 EUR.

Verglichen mit dem Vorjahr gelang es der Postbank, den Vorsteuerverlust für den Zeitraum Juli bis September auf 59 Mio nach 448 Mio EUR einzugrenzen. Der Zusammenbruch des US-Mittelstandsfinanzierers CIT belastete das Ergebnis dabei mit 61 Mio EUR. Analysten hatten im Vorfeld mit 36 Mio EUR Verlust gerechnet.

Das Nettoergebnis sprang derweil auf plus 42 Mio EUR nach einem Minus von 349 Mio EUR im dritten Quartal 2008. Hier profitierte die Bank von einer Steuergutschrift von 101 Mio EUR. Analysten hatten lediglich mit einem Nettogewinn von 8,6 Mio EUR gerechnet.

Positiv ist der Ausblick auf das laufende Quartal: Postbank-Finanzvorstand Marc Hess kündigte in einer Telefonkonferenz eine neuerliche Steuergutschrift von rund 100 Mio EUR an. Weitere Belastungen im Zusammenhang mit der CIT-Pleite sind seinen Aussagen zufolge nicht zu erwarten.

Die Insolvenz der US-Bank schlug sich im dritten Quartal zum Großteil (56 Mio EUR) im Handelsergebnis wieder. Es wies mit 139 Mio EUR ein überraschend deutliches Minus (Vorjahr: -56 Mio EUR) auf. Analysten hatten im Konsens nur 66 Mio EUR negatives Handelsergebnis erwartet. Zudem fanden Wertveränderungen von Derivaten in strukturierten Kreditprodukten (SCP) von 158 Mio EUR ihren Niederschlag im Handelsergebnis. Die Analysten von Keefe, Bruyette & Woods hatten an dieser Stelle mit einer Belastung von lediglich 100 Mio EUR gerechnet.

Der Zinsüberschuss blieb mit 579 Mio EUR konstant und lag damit ebenso leicht unter der Prognose wie die Risikovorsorge von 173 Mio (143 Mio) EUR. Der Provisionsüberschuss sank erwartungsgemäß um rund 6% auf 342 Mio. Die Eigenkapitalquote (Tier 1) stand per Ende September bei 8% und zeigte sich damit unverändert im Vergleich zur Jahresmitte.

Den Verwaltungsaufwand senkten die Bonner zum Vorquartal um 3,2% auf 696 Mio EUR. "Wir haben unser Kostensenkungsversprechen gehalten", sagte Finanzvorstand Hess. Einen dauerhaft unter 700 Mio EUR liegenden Verwaltungsaufwand wollte er allerdings nicht versprechen.

Vorstandsvorsitzender Stefan Jütte rechnet laut Mitteilung mit einem anhaltenden Trend zur Verbesserung. Nach Wegfall der krisenbedingten Sonderbelastungen will die Bank wie bereits angekündigt mittelfristig eine nachhaltige Eigenkapitalrendite von 13% bis 15% nach Steuern erzielen.

Webseite: www.postbank.de 
 
   -Von Eyk Henning, Dow Jones Newswires; +49 (0)69 - 29725 111, 
   eyk.henning@dowjones.com 
   DJG/eyh/rio 
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

November 05, 2009 04:14 ET (09:14 GMT)

Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.

© 2009 Dow Jones News
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