Nach der Absage des Warnstreiks am
Frankfurter Flughafen haben die Tarifpartner am Donnerstag ihre
Verhandlungen wieder aufgenommen. Zum Inhalt der Gespräche über die
Zukunft der 5.500 Beschäftigten im Bodendienst wollten sich weder
die Betreibergesellschaft Fraport
Im Kern geht es um die Zukunft der Bodenverkehrsdienste am größten deutschen Flughafen. Das Unternehmen Fraport hat von den Arbeitnehmern ultimativ Kostensenkungsbeiträge gefordert, um das defizitäre Geschäftsfeld wieder in die schwarzen Zahlen zu bringen. Anderenfalls müsse der Betriebsteil ausgegliedert oder verkauft werden. Fraport bezifferte den Verlust der Sparte in den ersten neun Monaten dieses Jahres auf 4,5 Millionen Euro. Zu den Aufgaben des Bodendienstes gehören unter anderem das Betanken, Reinigen und Beladen der Flugzeuge.
Verdi hatte am Mittwochabend den für Freitag geplanten Warnstreik des Bodenpersonals ausgesetzt. Zuvor hatte die Fraport Verhandlungsbereitschaft in allen strittigen Punkten erklärt. Die Gewerkschaft will zusätzliche Schutzmechanismen vor der Ausgliederung weiterer Unternehmensteile erreichen. Insbesondere solle auch verhindert werden, dass neue Leute nur noch bei tariflich schlechter gestellten Tochtergesellschaften eingestellt werden./ce/DP/edh
ISIN DE0005773303
AXC0223 2009-11-12/16:15
