DJ EU-Staaten stellen Hilfen für Opel-Sanierung in Aussicht - Spiegel
FRANKFURT (Dow Jones)--Laut einem Magazinbericht darf sich General Motors (GM) für die Sanierung von Opel Hoffnungen auf Hilfen aus den Staaten mit Opel-Standorten machen. Nach Informationen des "Spiegel" soll Großbritannien dem neuen GM-Europachef Nick Reilly bereits Kreditbürgschaften über 400 Mio EUR in Aussicht gestellt haben, heißt es in einem Vorabbericht des Nachrichtenmagazins.
Spanien solle 300 bis 400 Mio EUR geboten und Polen Steuererleichterungen versprochen haben. Belgische Politiker sollen dem GM-Manager bis zu 500 Mio EUR in Aussicht gestellt haben, wenn der Konzern auf die Schließung des Werks Antwerpen verzichtet. Doch dies habe Reilly abgelehnt.
Ein Opel-Sprecher war am Sonntag für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.
Wie der "Spiegel" weiter berichtet, zeichnet sich auch bei der Suche nach einem Nachfolger für den Übergangsmanager Reilly ein Lösung ab. Als Favorit gilt laut "Spiegel" der Mercedes-Produktionsvorstand Rainer Schmückle.
"Das sind Spekulationen, die wir nicht kommentieren", sagte ein Daimler-Sprecher auf Anfrage von Dow Jones Newswires.
Unterdessen warnte EU-Industriekommissar Günter Verheugen die EU-Staaten, in denen General- Motors Fabriken besitzt. Er höre, dass es von einzelnen Ländern "schon informelle Zusagen" für Hilfen an GM gebe, sagte Verheugen dem "Spiegel". "Das finde ich alarmierend."
Staatliche Beihilfen seien ein Eingriff in den Wettbewerb und deshalb verboten. Ausnahmen könnten von der Kommission genehmigt werden. Sie dürften aber "nicht an den Erhalt von Arbeitsplätzen an einem bestimmten Ort geknüpft sein", sagte Verheugen.
Webseite: www.spiegel.de DJG/has Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de
(END) Dow Jones Newswires
November 22, 2009 06:46 ET (11:46 GMT)
Copyright (c) 2009 Dow Jones & Company, Inc.
