Die T-Aktie
Die Bonner rechnen in diesem Jahr erneut mit einem leichten Rückgang im operativen Geschäft und der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) werde auf rund 20 Milliarden Euro nach 20,7 Milliarden im Jahr 2009 fallen. Den für die Dividende ausschlaggebenden Free Cashflow sieht die Telekom 2010 bei 6,2 Milliarden Euro nach 7,0 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Unterdessen konnte die Telekom in den USA im vierten Quartal wieder Kunden gewinnen. In Osteuropa machte sich die Konsolidierung der griechischen OTE sowohl bei Umsatz als auch bei EBITDA bemerkbar. Wegen der Risiken aus der Schuldenkrise in Griechenland gab es aber auch Abschreibungen.
Einer ersten Händlereinschätzung zufolge sind die Zahlen "gemischt" ausgefallen und der Ausblick trifft die Erwartungen. Die unveränderten Ziele und auch das Wachstum im Deutschland-Geschäft im vierten Quartal könnten positiv auf die Aktien wirken, meinte der Händler am Morgen. Einem anderen Börsianer zufolge könnte der zunächst etwas unter den Erwartungen liegende Dividendenvorschlag leicht belasten. Andererseits gebe es einen Aktienrückkauf, so dass die Dividende faktisch stabil gehalten werde und somit sollte hieraus zumindest kein nachhaltig negativer Kurseinfluss entstehen.
Der Ausblick für 2010 sei wenig inspirierend, entspreche damit aber ihren Befürchtungen, schrieb Analystin Heike Pauls von der Commerzbank in einem ersten Kommentar. Angesichts der schlechten Vorhersehbarkeit der weiteren Entwicklung, der so genannten Visibilität, dürfte sich ein Risiko von zwei bis drei Prozent im Vergleich zu ihren Ergebnisprognosen ergeben. Der anvisierte Free Cashflow liege drei Prozent unter ihren und fünf Prozent unter den durchschnittlichen Erwartungen. Pauls bleibt beim Votum "Hold"./fat/ag
ISIN DE0005557508
AXC0070 2010-02-25/09:05
