DJ Deutsche Börse muss Bondhandel auf Xetra einstellen
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Deutsche Börse AG hat den am 1. Dezember 2009 gestarteten Bondhandel auf der Handelsplattform Xetra am 5. Januar einstellen müssen. Zwei Handelsteilnehmer, die sich vergeblich um ein Mandat für den Bondhandel beworben hatten, hätten eine einstweilige Verfügung des Landgerichts Frankfurt erwirkt, teilte der Frankfurter Börsenbetreiber am Dienstagabend mit. Der DAX-Konzern setzt sich gegen die Entscheidung zur Wehr und hat Rechtsmittel gegen die einstweilige Verfügung eingelegt.
Von der Einstellung seien rund 250 an Xetra angeschlossene Handelsteilnehmer aus ganz Europa und etwa 700 umsatzstarke Bonds betroffen. Der Handel der Bonds über das Parkett sei nicht betroffen.
Der DAX-Konzern hatte den Handel von rund 700 Bonds auf Xetra im Herbst 2009 aufgenommen, um Erfahrungen im vollelektronischen Handel mit diesen Papieren zu gewinnen. Um die Spezialistenmandate hatten sich neun Handelsteilnehmer beworben, darunter auch die beiden Klageführer, teilte die Deutsche Börse weiter mit. Vergeben worden seien drei Mandate.
Außergerichtliche Einigungsversuche mit den Klageführern seien erfolglos verlaufen, hieß es weiter. Die einstweilige Verfügung, die ohne Anhörung der Deutschen Börse ergangen sei, untersage der Börse, die beiden Klageführer durch die Beschränkung des vollelektronischen Bondhandels auf drei Spezialisten zu benachteiligen.
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January 05, 2010 13:14 ET (18:14 GMT)
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