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HHLA und Eurogate wollen gemeinsam Kosten senken

DJ HHLA und Eurogate wollen gemeinsam Kosten senken

Von Kirsten Bienk 
   DOW JONES NEWSWIRES 
 

HAMBURG (Dow Jones)--Die beiden Containerterminalbetreiber Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) und Eurogate GmbH wollen durch die verbesserte Abfertigung von kleinen Zubringerschiffen im Hamburger Hafen ihre Wettbewerbsfähigkeit stärken und Kosten senken. Das für diesen Zweck gegründete Gemeinschaftsunternehmen Feeder Logistik Zentrale (FLZ) verhandele deshalb mit allen Betreibern von Zubringerschiffen über die Inanspruchnahme dieses logistischen Angebots, sagte FLZ-Geschäftsführer Heinrich Goller am Donnerstag in Hamburg. Er zeigte sich zuversichtlich, vor Jahresende den Kundenkreis nennenswert erweitern zu können. Gegenwärtig ist die dänische Reederei Unifeeder die einzige Kundin.

Ziel der Dienstleistung ist die verbesserte Auslastung der Kapazitäten von Terminals und Zubringerschiffen und die Verkürzung der Liegezeiten. "Wir wollen mit unserem Angebot neutral sein und folgen keinen speziellen Terminal- oder Reederinteressen", sagte Goller. Diese "weltweit" einmalige Lösung sei eine Gewinnsituation für alle: Hafen, Terminalbetreiber, Container- und Zubringerschiffe.

Gegenwärtig arbeiten acht Mitarbeiter für das Joint Venture, an dem die HHLA mit 67% und Eurogate mit 33% beteiligt sind. Zur Höhe des Investitionen machte keines der Unternehmen Angaben. Das Geschäftsmodell werde sich aber "schnell" rechnen, sagten die Partner übereinstimmend.

Die Reederei Unifeeder bezeichnete die Ersparnisse durch die zentrale Koordination der kleinen Schiffe als "enorm". Mit Blick auf einen 24-Stunden-Tag könnten je nach Größe des Schiffs eine halbe bis vier Stunden eingespart werden, sagte der für Deutschland zuständige Geschäftsführer Bernd Bertram. Die Feederzentrale organisiert den optimalen Rundlauf an den Terminals, die Anmeldung an den Liegeplätzen, Änderungen bei Rotationen und Zubuchungen bei Ladungen. Unifeeder arbeitet als Pilotkundin seit Monaten mit der Zentrale zusammen.

Hamburg ist seit jeher ein Zentrum für die Verteilung von Containern auf kleine Seeschiffe zum Weitertransport zu anderen Destinationen. Rund 40 bis 50 dieser Feederschiffe arbeiten an der Ent- oder Beladung eines großen Containerschiffes. Zwar sei aufgrund der Weltwirtschaftskrise der Feederverkehr in Hamburg im Jahr 2009 deutlich zurückgegangen, sagte HHLA-Vorstand Stefan Behn. In den vergangenen Monaten habe sich dieser Rückgang aber stabilisiert und das Unternehmen hoffe auf Steigerungen im laufenden Jahr.

Der Terminalbetreiber Eurogate schaut ebenfalls positiv auf die kommenden Monate. "Ich kenne keinen Feederkunden, der nicht in dieses System mit eingebunden werden will", sagte Geschäftsführer Peter Zielinski. Die FLZ sei ein Konstrukt, das weltweit einmalig sei und Hamburg sehr weit nach vorne bringen werde.

Webseiten: www.hhla.de 
              www.eurogate.de 
 
   -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, 
   +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com 
   DJG/kib 
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

January 07, 2010 08:07 ET (13:07 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
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