DJ HHLA verzichtet auf Beratungs-Geschäft mit Iran
HAMBURG (Dow Jones)--Die Hamburger Hafen und Logistik AG (HHLA) will keine Geschäftsbeziehungen mit dem iranischen Unternehmen Tidewater mehr anbahnen. Nach nochmaliger Prüfung habe die HHLA-Tochter HPC Hamburg Port Consulting (HPC) entschieden, von einem solchen Geschäft Abstand zu nehmen, teilte der Hamburger Hafenbetreiber am Sonntag mit, ohne weitere Angaben zu machen.
Zuvor hatte das Nachrichtenmagazin "Spiegel" berichtet, die Verhandlungen des Hamburger Beratungsunternehmens mit dem iranischen Hafenbetreiber Tidewater hätten den Senat der Hansestadt unter Druck gesetzt. HPC hatte demnach mit den Iranern "Gespräche über den Abschluss eines Vertrages zur Management-Unterstützung" vereinbart. Die HHLA-Tochter hätte die Iraner bei der Weiterentwicklung sowie dem Betrieb des Containerterminals im Hafen von Bandar Abbas beraten könne. Dies war laut Spiegel unter anderem vom Zentralrat der Juden kritisierten worden. Der SPD-Bürgerschaftsabgeordnete Thomas Böwer hatte in einer kleinen Anfrage an den Senat bereits wissen wollen, ob die schwarz-grüne Regierung unter Ole von Beust (CDU) die Verhandlungen mit dem Unrechtsregime in Teheran billigt. Die HHLA hatte darauf reagiert und eine zusätzliche Prüfung und Abstimmung des Verfahrens in Aussicht gestellt.
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January 17, 2010 07:46 ET (12:46 GMT)
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