Konjunkturdaten verhalfen dem Dow Jones am Freitagmorgen zu soliden Gewinnen. Das Bruttoinlandsprodukt der USA kletterte im vierten Quartal um 5,7 Prozent nach oben. Damit erfuhr der Wert das stärkste Wachstum seit sechs Jahren. Die Komponente zu den Lagerbeständen trug besonders stark zur Steigerung bei. An ihr sei abzulesen, dass die Unternehmen ihre Produktion wieder angekurbelt haben, hieß es.Die restlichen Konjunkturdaten des Tages überzeugten ebenfalls: Der Chicago-Einkaufsmanagerindex stieg auf 61.5 Punkte und markierte ein neues Fünf-Jahres-Hoch. Das Verbrauchervertrauen der Uni Michigan stieg besser als erwartet auf 74,4 Punkte.
Schon zur Mittagszeit flachte die Begeisterung darüber aber merklich ab. Die eher schwache Bilanz des Ölkonzerns Chevron musste verdaut werden. Vor allem ist aber die Nervosität der letzten Handelstage noch nicht überwunden. Selbst eine Reihe guter Daten und Bilanzen hielt den Markt nicht von Verkäufen vor dem Wochenende ab. Gerade Technologiewerte erleben gerade nach einer starken Performance in den letzten Monaten eine Durststrecke. Der Nasdaq verharrte dementsprechend die meiste Zeit des Tages in der Verlustzone.
Überkritisch zeigte sich der Markt gegenüber den Zahlen von Microsoft. Der Gewinn stieg auf 6,7 Milliarden Dollar, die Umsätze erreichten 19,0 Milliarden Dollar. Beide Bilanzzahlen markierten einen Rekordwert. Erfolgsbringer Windows 7 hat den besten Marktstart aller bisher veröffentlichten Betriebssysteme vollführt. Trotzdem erlitt die Aktie des Computerkonzerns eine Schlappe. Analysten störten sich an der Aussage der Unternehmensleitung, dass die Verkäufe im Bereich Geschäftssoftware noch nicht angezogen hätten.
Die Bilanz von Amazon fand hingegen großen Anklang. Der Internethändler absolvierte das letztjährige Weihnachtsgeschäft mit Bravour. Sonderangebote auf der Verkaufsplattform nahmen die Verbraucher gerne an. Das "Kindle" trägt ebenfalls zum Unternehmenserfolg bei - der Konzern gab allerdings keine genauen Absatzzahlen bekannt. Nicht nur der Blick zurück auf das letzte Quartal wurde gelobt, auch der Ausblick Amazons überzeugte. Der operative Gewinn soll im laufenden Quartal 275 bis 365 Millionen Dollar betragen. Darüber hinaus kündigte man ein Aktienrückkaufprogramm an.
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