DJ Aktien Zürich schließen in technischer Reaktion fester - AWP
ZÜRICH (Dow Jones)--Die Schweizer Börse hat am Montag fester geschlossen. Nach den beiden Verlustsitzungen zu Ende der Vorwoche habe eine technische Reaktion eingesetzt, meldete die Nachrichtenagentur AWP unter Berufung auf den Handel. Die erst zögerliche Erholung sei in der letzten Handelsphase noch durch den gut ausgefallenen US-Beschäftigungsindikator für den Monat Januar sowie die Entwicklung der Kurse an der Wall Street gestützt worden. Dennoch seien sowohl die "Schuldenkrise" als auch die Steuerdaten und damit das Bankgeheimnis weiterhin präsente Themen, hieß es weiter.
Vor allem die markanten Avancen der Indexschwergewichte Roche und Nestlé zogen den Markt nach oben. Vereinzelt waren auch Bankaktien, Versicherungstitel oder zyklische Werte gesucht. Der Fokus der Anleger richtete sich zudem auf die in den nächsten Tagen erwartete Zahlenflut von Unternehmen, so Marktbeobachter. Die UBS legt am Dienstag das Ergebnis 2009 vor; am Donnerstag folgt die Credit Suisse.
Der SMI schloss um 1,32% höher auf 6.347,14 Punkten (Tageshoch: 6.362,14). Der 30 Titel umfassende, gekappte Swiss Leader Index (SLI) legte um 0,65% auf 963,21 Punkte zu; der breite Swiss Performance Index (SPI) zog um 1,11% auf 5.479,39 Punkte an. Umgesetzt wurden 74,99 (Vortag: 113,06) Mio Aktien.
Die Börse erhielt am Berichtstag eine maßgebliche Stütze von den Avancen in Roche (+3,8%) und Nestlé (+2,2%). Roche profitierten laut Händlerangaben nach den Kursverlusten vom Freitag von Gelegenheitskäufen und erzielten die prozentual größten Gewinne. Novartis (+0,1%) schlossen hingegen kaum verändert.
Zu den weiteren größeren Gewinnern aus der Pharma-Branche gehörten Actelion (+1,6%). An einer Investorenkonferenz in New York hatte das Management die aktuelle Strategie im PAH-Markt bestätigt und will die führende Marktposition halten.
Deutliche Avancen verbuchten auch Givaudan (+3,3%).
UBS (+2,0%) schlossen nach einem schwachen Start deutlich im Plus. Demgegenüber gaben CS (-0,8%) nach. Die Frage, welche Bank um welche Kundendaten bestohlen wurde, habe unverändert im Raum gestanden, hieß es im Handel. Mit Jahreszahlen bereits an die Öffentlichkeit getreten war Ende letzter Woche Julius Bär (-1,0%). Gleich mehrere Analysten nahmen nach der Ergebnispräsentation eine Reduktion ihrer Gewinnschätzungen vor. Die ungewisse Zukunft des Bankgeheimnisses belaste insbesondere die Vermögensverwalter, sagten Händler. GAM (+1,1%) zeigten sich resistenter.
Auch Swisscom (+1,5%) und Syngenta (+1,4%) waren weitere leichte Gewinner. Syngenta hatten bereits am Freitag nach Jahreszahlen etwas zugelegt hatten. Die UBS-Analysten hatten lobende Worte für den Agrochemiekonzern gefunden und das Kursziel erhöht.
Uneinheitlich zeigten sich die Versicherer. Gesucht waren - allerdings nach einem schwächeren Start - ZFS (+1,1%). Die Titel konnten damit an die Avancen nach der Ergebnispublikation in der Vorwoche anschließen. Hingegen büßten Swiss Re (-3,8%) deutlich ein. Händler führten die Abgaben auf die Angst vor negativen Folgen der Probleme Griechenlands und Spaniens für das Wertschriftenportfolio des Rückversicherers zurück. Swiss Re drohten auch auf den Kreditabsicherungstransaktionen finanzielle Einbußen, wurde spekuliert. Swiss Life (-3,0%) verloren ebenfalls markant.
Daneben gab es noch größere Verluste in Sonova (-1,3%), Lonza (-1,1%) oder Geberit (-1,0%).
Die prozentual größten Einbussen erlitten jedoch Petroplus (-4,8%). Die Rating-Agentur Standard & Poor''s hatte das Unternehmen nach dem 2009er Abschluss auf die berüchtigte "Creditwatch"-Liste gesetzt und zieht eine schlechtere Bonitätseinstufung in Betracht.
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February 08, 2010 12:01 ET (17:01 GMT)
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