Das Geschäft des
Computerspiele-Entwicklers Electronic Arts
Im dritten Geschäftsquartal ging der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um ein Viertel auf gut 1,2 Milliarden Dollar zurück. Vor allem das Geschäft in Nordamerika und Europa war schwach. Harte Einschnitte und der Wegfall von hohen Abschreibungen ließen den Verlust unterm Strich von 641 auf 82 Millionen Dollar schrumpfen. Im laufenden vierten Quartal rechnet Electronic Arts mit einem kleinen Gewinn, um danach gleich wieder in die Verlustzone abzutauchen.
NUR VEREINZELTE LICHTBLICKE
Der Konzern hatte auf die Durststrecke mit dem Abbau von 1.500 Stellen reagiert. Gleichzeitig baut das Management das Geschäft mit Online- und Handyspielen aus. Hier hofft das Unternehmen auf Wachstum, wie Finanzchef Eric Brown im kalifornischen Redwood City ausführte. Erst vor einigen Monaten hatte Electronic Arts den Online- Spiele-Spezialisten Playfish geschluckt.
Die Computer- und Videospiele-Industrie steht vor allem in den USA wegen der schwachen Wirtschaft stark unter Druck. Die Zahl der Arbeitslosen ist weiterhin hoch. Im kommenden Geschäftsjahr, das im April beginnt, rechnet Electronic Arts kaum mit Besserung. Der Verlust soll demnach viel weniger stark zurückgehen als Analysten erwartet hatten.
Nur vereinzelt gibt es Lichtblicke: So verkaufte sich das Fußball- Spiel "FIFA 10" mittlerweile fast 10 Millionen Mal. Auch das Strategiespiel "Sims 3" fand weier reißenden Absatz. Konzernchef John Riccitiello setzt nun darauf, dass die Neuerscheinungen "Dante9s Inferno" und "Battlefield Bad Company 2" einschlagen./das/DP/he
ISIN US2855121099
AXC0181 2010-02-08/23:31
