Der Frankfurter Flughafenbetreiber
Fraport
Anerkennung kam von der Landesbank Baden-Württemberg. Analyst Per-Ola Hellgren zeigte sich von dem deutlichen Anstieg der Fluggastzahlen überrascht. Dies bestätige den robusten Aufwärtstrend, schrieb der Experte in einer Studie. Auch die Frachtentwicklung in Frankfurt unterstreiche die starke Erholung.
GEDÄMPFTE FREUDE
Fraport-Chef Stefan Schulte dämpfte allerdings die Freude und erinnerte an die desolaten Verkehrszahlen des Vorjahres. "Wir setzen also auf einer niedrigen Basis auf und haben bei weitem noch nicht das Fluggastaufkommen erreicht, das wir vor der weltweiten Wirtschaftskrise verzeichnen konnten", sagte er. Der harte Winter mit Flugausfällen habe das Geschäft zusätzlich belastet. Ohne Eis und Schnee hätten die Passagierzahlen um 1 bis 1,5 Prozent mehr zulegen können.
Stärker als der Standort Frankfurt entwickelten sich im Schnitt die Flughäfen mit Fraport-Mehrheitsbeteiligung im Ausland. Im türkischen Antalya verzeichnete das Unternehmen einen Zuwachs um gut ein Viertel auf rund 513.000 Fluggäste. Das Südamerika-Drehkreuz Lima legte um gut ein Zehntel auf mehr als 818.000 Passagiere zu. Die beiden Flughäfen am Schwarzen Meer entwickelten sich gegenläufig - in Warna wurden 14 Prozent weniger, in Burgas fast 20 Prozent mehr Fluggäste gezählt. Konzernweit kam Fraport im Januar damit auf gut 5 Millionen Fluggäste, ein Plus von 6,6 Prozent.
CARGO HOLT AUF
Das Cargo-Geschäft holte nach dem massiven Rückgang im Vorjahr kräftiger auf. In Frankfurt verzeichnete das Unternehmen einen Zuwachs von 30,1 Prozent auf 161.636 Tonnen Fracht und Luftpost. Die reine Frachtmenge sei sogar die höchste, die Fraport jemals im Januar verzeichnet habe, hieß es. Konzernweit wuchs das Fracht- und Luftpost-Aufkommen um 27,6 Prozent auf 180.984 Tonnen. Die Frachtentwicklung gilt als wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung./stw/gr/tw
ISIN DE0005773303
AXC0084 2010-02-10/11:32
