Die Schweizer Großbank Credit Suisse
2009 verdiente die Bank mit 6,7 Milliarden Schweizer Franken (4,6 Mrd Euro) fast so viel wie 2007, also vor dem Ausbruch der Finanzkrise. Alle drei Sparten des Konzerns - Privatbank, Vermögensverwaltung und Investmentbank - blieben vor Steuern profitabel. 2008 musste die Bank wie viele ihrer Konkurrenten noch einen Milliardenverlust verkraften, allerdings nahm sie nie Staatshilfe in Anspruch und zählt daher unter den Banken zu den Krisengewinnern.
Mit dem Jahresüberschuss lag die Schweizer Bank etwas unter den Prognosen der Experten. Die Credit Suisse will den Aktionären im laufenden Jahr eine Dividende von 2,0 Franken je Aktie nach 0,10 Franken im Vorjahr zahlen. Die Aktie gab vorbörslich leicht nach.
KUNDEN LEGEN MEHR GELD AN
Im Gegensatz zu den UBS-Kunden
Die Kernkapitalquote belief sich zum Ende des Jahres auf 16,3 Prozent nach 16,4 Prozent Ende September. Die Bank verfüge über eine sehr starke Kapitalbasis und übertreffe die von 2013 geltenden Vorschriften für Eigen- und Fremdkapital der Schweizer Finanzmarktaufsicht. Im vierten Quartal habe sich die Credit Suisse außerdem aus den meisten Eigenhandelsgeschäften zurückgezogen. Die Krise in Griechenland macht der Bank keine Sorgen. Das Engagement dort sei nicht bedeutend, hieß es.
Außerdem griff die Bank bei den Bonuszahlen ihrer Manager durch. So bekämen die Geschäftsleitungsmitglieder für 2009 keine Boni in bar. Die gesamten variablen Vergütungen für 2009 würden aufgeschoben und seien abhängig von Leistungen über mehrere Jahre. Auf diese Weise führte die Credit Suisse auch gleichzeitig eine Malus-Regelung ein. Wenn die Manager die vorgegebenen Ziele nicht erreichen, wird der variable Gehaltsbestandteil gekürzt. Insgesamt sei die Summe der variablen Vergütungen für 2009 im Vergleich zu 2007 um 21 Prozent reduziert worden./gr/zb/tw
ISIN CH0012138530 CH0024899483
AXC0040 2010-02-11/08:32
