(Neu: Analystenkommentare der Deutschen Bank, LBBW, DZ Bank.)
FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Titel der Deutschen Börse
Der Börsenbetreiber hatte zwar erstmals in seiner Geschichte als börsennotiertes Unternehmen einen operativen Verlust auf Quartalsebene erzielt. Das Minus fiel aber laut einem Händler geringer als befürchtet aus. Ein anderer sprach von einem schwierig zu interpretierenden Ergebnis, das durch verschiedene Sondereinflüsse verzerrt worden sei. So hatten millionenschwere Abschreibungen auf die US-Optionsbörse ISE der Deutschen Börse das letzte Jahresviertel 2009 verhagelt.
Ein weiterer Händler verwies als positiven Aspekt vor allem darauf, dass die Deutsche Börse ihre Kostenprognose für 2010 gesenkt habe. Nach den jüngsten Gerüchten über Stellenstreichungen seien die aktuellen Aussagen über die Verschlankung der Führungsstruktur und mögliche Stellenverlagerungen keine allzu große Sache, fügte er an.
Analyst Martin Peter von der LBBW urteilte: "Die vorläufigen Zahlen sind zwar etwas besser als erwartet ausgefallen, aber nur unter wichtigen zu berücksichtigenden Wertberichtigungen". Dabei verwies er auf millionenschwere Abschreibungen auf die US-Optionsbörse ISE sowie dem US-Handelsplattformbetreibe r Direct Edge. Die aktuelle Kostenprognose für 2010 zeige eine moderate Abweichung zur bisherigen Prognose von 1,28 Milliarden Euro. Die nun angekündigten zusätzlichen Einsparpläne von 50 Millionen Euro pro Jahr erschienen "realistisch und ausreichend, wenn - wie wir das tun - ein positives Wachstumsszenario für den Umsatz zugrunde gelegt wird."
Alexander Hendricks, Analyst bei der Deutschen Bank, erklärte, er bleibe angesichts der anhaltenden Bemühungen des Managements bei seiner Kaufempfehlung mit Kursziel 60 Euro. DZ-Bank-Analyst Matthias Dürr wird indes nach den Zahlen sein Anlageurteil von bislang "Verkaufen" überprüfen. Seine Schätzungen wird er zudem leicht anheben, schrieb er in einem ersten Kommentar.
Credit Suisse-Analyst Rupak Ghose behielt sein Votum "Outperform" bei einem Kursziel von 70,00 Euro bei. Das Zahlenwerk habe weitgehend den Prognosen entsprochen, schrieb der Experte. Er verwies ebenfalls auf die gesenkte Kostenprognose. Analyst Roland Pfänder von der Commerzbank votiert weiterhin mit "Add", das Kursziel beträgt 55,00 Euro. Das Management der Deutschen Börse habe sich deutlich auf das Kostenmanagement festgelegt, meinte er./la/rum/dr
ISIN DE0005810055
AXC0054 2010-02-17/10:06
