DJ Fraport: Optimistisch, Talsohle durchschritten zu haben
FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG, Frankfurt, blickt zuversichtlich auf das laufende Geschäftsjahr. "Nachdem sich 2009 die anfangs extrem hohen Verkehrsrückgänge von Quartal zu Quartal verringert hatten, sind wir inzwischen optimistisch, die Talsohle durchschritten zu haben", sagte Vorstandsvorsitzender Stefan Schulte am Mittwoch bei der Vorlage der Bilanz 2009 in Frankfurt.
Die ersten 21 Tage des Februars seien noch ganz von der Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen und besonders im Januar geprägt. Der Pilotenstreik Ende des Monats werde die Februar-Statistik jedoch deutlich eintrüben, prognostizierte der Vorstandsvorsitzende. Im Januar hatte der Flughafenbetreiber trotz des harten Winters ein Plus von 3,5% gegenüber dem Vorjahresmonat erreicht.
Mit Blick auf die Frachtzahlen zeigte sich Schulte ebenfalls voller Hoffnung. Sie dürften im Februar den positiven Trend aus dem Januar fortsetzen.
Der Flughafenbetreiber bekräftigte seine Angaben zur Inbetriebnahme der neuen Landebahn. "Mit den Bauarbeiten für die Nordwestlandebahn liegen wir im Zeitplan", sagte Schulte. Sie werde zum Winterflugplan 2011/12 in Betrieb gehen.
Der Vorstand bezeichnete 2009 als das Jahr grundsätzlicher und positiver Weichenstellungen. So sei es gelungen, die Defizitproblematik der Bodenverkehrsdienste zu lösen und dieses Segment im Konzern zu halten. Über die vereinbarte Laufzeit des Vertrags bis 2018 würden sich die Einsparungen auf jährlich 42 Mio EUR entwickeln. Nicht minder bedeutsam sei die Einigung mit den Airlines über die Flughafenentgelte, sagte Schulte.
Einen Meilenstein nannte Schulte das unternehmensinterne Projekt "Fitness@Fraport2011". Diese Reorganisation des Unternehmens werde durch die Neuordnung und Straffung von Zentral- und Geschäftsbereichen zu einem Produktivitätsfortschritt von mehr als 10% führen, prognostizierte er.
Die für das laufende Jahr geplante Verbesserung des EBITDA auf mindestens 600 Mio EUR kommt Schulte zufolge insbesondere aus dem internationalen Geschäft. Der Konzernüberschuss dürfte sich dagegen wegen höherer Abschreibungen und einem höheren Finanzaufwand abschwächen.
Webseite: www.fraport.de - Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com DJG/kib/kla Dow Jones Newswires
March 03, 2010 04:00 ET (09:00 GMT)
