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UPDATE2: Fraport plant 2010 Zuwachs bei Umsatz und EBITDA

DJ UPDATE2: Fraport plant 2010 Zuwachs bei Umsatz und EBITDA

(NEU: Aussagen des Vorstands, Aktienkurs)

Von Kirsten Bienk 
   DOW JONES NEWSWIRES 
 

FRANKFURT (Dow Jones)--Die Fraport AG schaut optimistisch auf die kommenden Monate. Sie glaubt, dass die Talsohle bei den rückläufigen Passagier- und Frachtflügen durchschritten ist und stellt deswegen für 2010 Steigerungen bei Umsatz und EBITDA in Aussicht. Das Nettoergebnis sieht der Vorstand indes unter Vorjahr und begründet dies mit Verweis auf den Ausbau des Heimatflughafens in Frankfurt mit höheren Abschreibungen und einem geringeren Finanzergebnis. Gleichwohl sollen die Aktionäre eine stabile Dividende von 1,15 EUR erhalten.

Am Markt kamen dieser Ausblick und die ebenfalls am Mittwoch für 2009 vorgelegten vorläufigen Zahlen nicht gut an. Der Kurs der Aktie reagierte in einem nahezu unveränderten MDAX bis 12.05 Uhr mit einem Minus von 0,9% auf 38,15 EUR. Händler führen dies vor allem auf den prognostizierten Rückgang des Nettoergebnisses zurück.

Der "deutliche" Umsatzanstieg soll 2010 nach weiteren Angaben des Vorstands vor allem aus der Erholung des Luftverkehrs, höheren Flughafenentgelten, steigenden Einnahmen des Flughafens Antalya und positiven Veränderungen bei der Bilanzierung resultieren. Für den Flughafen Frankfurt wird derzeit ein Anstieg der Passagierzahlen zwischen 1% und 2% für möglich gehalten. Bei einer nachhaltigen Verbesserung der gesamtwirtschaftlichen Lage sind darüber hinausgehende Werte denkbar. Das EBITDA soll mindestens auf 600 (552,9) Mio EUR klettern. Das Nettoergebnis ist 2010 im Vorjahresvergleich noch durch einen positiven Steuereffekt im Vorjahr belastet.

Die Erholung des Verkehrsaufkommen belegte Vorstandsvorsitzender Stefan Schulte mit den im Januar und Februar verzeichneten Passagier- und Frachtzahlen. Die ersten 21 Tage des Februars sieht er ganz von der Aufwärtsbewegung der vergangenen Wochen und besonders im Januar geprägt. Der Streik der Lufthansa-Piloten Ende des Monats werde die Februar-Statistik jedoch deutlich eintrüben.

Im Januar hatte der Flughafenbetreiber bei den Passagierzahlen trotz des harten Winters ein Plus von 3,5% gegenüber dem Vorjahresmonat erreicht. Im Februar erwartet der Vorstand nun ein leichtes Minus. Ohne Streik hätte er erneut ein Plus verzeichnet. Mit Blick auf die Frachtzahlen zeigte sich Schulte ebenfalls voller Hoffnung. Sie würden im Februar den positiven Trend aus dem Januar fortsetzen.

Der Flughafenbetreiber hat im abgelaufenen Jahr das in Aussicht gestellte EBITDA zwischen 530 Mio und 540 Mio EUR zuzüglich "eines Schnaps mehr" erreicht. Es liegt bei 552,9 (600,7) Mio EUR. Das Nettoergebnis sank erwartungsgemäß mit 150,0 Mio EUR unter dem Vorjahreswert von 189,7 Mio EUR. Darin enthalten sind als Einmaleffekte für 2009 rund 20 Mio EUR aus der Auflösung einer Rückstellung und 30 Mio EUR aus einer veränderten Bilanzierung von Bauzinsen. Der Umsatz reduzierte sich um 6,1% auf 1,973 Mrd EUR. Verantwortlich hierfür macht Fraport die Krise und die daraus folgenden Rückgänge beim Flugaufkommen. Allein in Frankfurt hat dies zu einer Umsatzbelastung von 55 Mio EUR geführt.

Beim Vergleich mit den Zahlen des Vorjahres sind aber auch Sondereffekte zu beachten. So erhielt Fraport 2008 eine steuerfreie Zahlung von knapp 42 Mio EUR wegen des gescheiterten Projektes in Manila. Positiv haben sich 2009 indes die Auslandsbeteiligungen und niedrigmargiges Geschäft in Frankfurt auf den Umsatz ausgewirkt.

Analysten hatten beim Umsatz einen etwas höheren Wert, beim EBITDA und beim Nettoergebnis leicht niedrigere Werte prognostiziert. "Etwas besser als vom Markt erwartet", lautete deswegen die erste Reaktion aus dem Handel.

equinet-Analyst Jochen Rothenbacher rechnet allerdings aufgrund der von Fraport für 2010 genannten Nettogewinnprognose nun mit reduzierten Schätzungen auf Seiten der Banken. Die bisherigen Prognosen für 2010 seien zu hoch, sagte er. Sie müssten jetzt auf unter 1,64 EUR je Aktie fallen von bisher 1,76 EUR. Der Analyst begründete seine Einschätzung mit der veränderten Ausgangslage. Bisher seien die Banken davon ausgegangen, dass das Nettoergebnis im laufenden Jahr über das Niveau von 2009 steigen und nicht sinken werde.

Webseite: www.fraport.de 
   -Von Kirsten Bienk, Dow Jones Newswires, 
   +49 (0)40 3574 3116, kirsten.bienk@dowjones.com 
   DJG/kib/has 
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 03, 2010 06:08 ET (11:08 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
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