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Keine negativen Signale für den US-Arbeitsmarktbericht

Jochen Steffens

Hinweis: Morgen, am Freitag den 05.03.2010, erscheint kein Steffens Daily, da ich in Frankfurt auf der Anlegermesse bin. Vielleicht sieht man sich ja dort.

Erstanträge in den Erwartungen

Der heute wichtigsten Danten sind natürlich die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA. Diese sind entsprechend der Prognosen der Analysten um 29.000 auf 469.000 Anträge gesunken. Auch der weniger volatile, gleitende Vier-Wochendurchschnitt ist um 3.500 Anträge zurückgegangen.

Diese leichte Verbesserung der Erstanträge in Verbindung mit den gestern erschienenen Daten des ADP-Berichts (siehe Steffens Daily von gestern) weisen darauf hin, dass es auch beim wichtigen US-Arbeitsmarktbericht am Freitag (05.03.10) wahrscheinlich keine bösen Überraschungen nach unten geben wird. Trotzdem bleibt der Markt überraschend unentschlossen. Und somit hat sich doch noch bewahrheitet, dass der US-Arbeitsmarktbericht sich belastend auf die Woche auswirken wird.

DAX nach oben ausgebrochen

Gönnen wir uns vor der Veröffentlichung noch einen schnellen Blick auf den DAX:

Der DAX ist aus seiner Konsolidierungsformation (blaue Linien) nach oben ausgebrochen. Wie für diesen Fall beschrieben, ist das bullish. Tatsächlich bildete sich in dieser Formation eine Art inverse Schulter-Kopf-Schulter-Formation (SKS), bei der sogar auch einmal der Umsatz stimmt. Das heißt: Wenn, wie in diesem Fall, die Nackenlinie, überwunden wird, wird es sehr bullish. Diese Nackenlinie stimmt in mit der oberen blauen Linie der Konsolidierungsformation überein. Das Kursziel dieser Formation liegt bei ca. 6.060 Punkten und damit, wen wundert es, genau im Bereich des letzten Hochs. (Wie schön in diesen beiden Fällen die Charttechnik manchmal zusammenfindet).

Da diese SKS nahezu regelgerecht ausgebildet wurde, hat dieses Kursziel eine Eintrittswahrscheinlichkeit von ca. 70-75 %.

Das einzige, was die Kurse noch aufhalten könnte, wäre eine Art "abc"-Formation, hier durch die roten Rechtecke beschrieben. Sollten die Kurse das Hoch des oberen Rechtecks nicht überwinden können und anschließend wieder unter die blaue Linie fallen, muss man vorsichtig werden. Das wäre wiederum ein bearisher Hinweis. Schließlich befindet sich bei 5.600 Punkten auch noch ein offenes Gap. Doch dieses Szenario hat angesichts der oben genannten Hinweise eine vergleichsweise niedrige Eintrittswahrscheinlichkeit.

Unentschlossener und unsicherer Markt

Insgesamt haben wir es aber, das erkennt man in den Intraday-Charts, mit einem sehr unstrukturierten und schwierigen Marktumfeld zu tun. Der DAX-Chart läuft nicht wirklich sauber und somit muss man auch die charttechnischen Signale im DAX mit Vorsicht genießen. In der nächsten Woche werde ich wieder vermehrt auf die US-Indizes zu sprechen kommen.

Warten wir demnach auf den US-Arbeitsmarktbericht und die entsprechenden Reaktion des Marktes auf diese Veröffentlichung.


Viele Grüße
Jochen Steffens

© 2010 Börse-Intern
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