New York (BoerseGo.de) - Die Wall Street zeigt sich lange Zeit unschlüssig, ein Schluss-Spurt sorgte aber wieder für breite Kursgewinne. Per Saldo kletterte der Nasdaq Composite 0.40% auf 2.368,46 Punkte, den höchsten Schluss seit 28. August 2008. Der - für die Wall Street repräsentative - Standard & Poor's 500 stieg 0.40% auf 1150,24 Punkte, den höchsten Schluss seit Oktober 2008. Der Dow Jones avancierte 0.42% auf 10,611.84.
Die Citi meldet sich zurück
Zugpferde waren die Finanz-Titel, die heute den 10. Handelstag in Folge kletterten. Die Banken profitierten heute auch von einem optimistischen Geschäftsausblick, den Citigroup CEO Vikram Pandit auf einer Investorenkonferenz abgab. Der Top-Manager versprach, dass der vom Staat gerettete ehemalige Finanzriese wieder steigende Gewinne abwirft. Zu den Motoren gehörte auch der Sektor Consumer-Discretionary Stocks, also Aktien von Unternehmen, die nicht-lebensnotwendige Konsumgüter anbieten, etwa Home Depot (Baumärkte) oder Amazon.com.
Der seit Tage anhaltende Aufschwung am US-Aktienmarkt, vor allem das auflebende Interesse an Banken & Konsum, beruht auf der Erkenntnis, dass die vor einem Jahr begonnene konjunkturelle Erholung sehr nachhaltig ist. Das demonstriert eine lange Kette positiver fundamentaler Konjunkturdaten, in der Vorwoche etwa der überraschend starke Sprung des Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen und eine verblüffende Erholung der Umsätze zahlreicher Ladenketten.
Spekulationen zur chinesischen Geldpolitik
Lange Zeit litt der Handel heute allerdings noch unter einer Nachricht aus China. Dort war die Inflationsrate (Verbraucherpreise plus 2,7%) auf ein 16-Monatshoch gesprungen, was die Furcht wiedererweckte, dass die Regierung in Peking noch stärker auf die geldpolitisch Bremse tritt - möglicherweise zu Lasten der Weltwirtschaft. Kurz vor Börsenschluss wurden die Spekulationen zur chinesischen Geldpolitik aber wieder in den Hintergrund gedrängt.
Der Bankenindex kletterte 1,72% und erreichte ein 16-Monatshoch. Der Konjunkturaufschwung lässt die Risiken der Finanzkonzerne abschmelzen.
Der konjunktursensible Transportindex stieg 0,57%. Der Russell 2000, der kleinere und riskantere Unternehmen erfasst, gewann 0,34 %.
Die Eigenheimbauer verbesserten sich 0,34%.
Die - als defensiv geltenden - Versorger legten 0,36% zu.
Der Ölsektor verbilligte 0,11%.
Die Chip-Index bröckelte 0,25%.
Dow Jones Average: Alice im Wunderland
Tops:
IBM stand lange Zeit im Schatten und belastete wegen seiner hohen Gewichtung den Dow Jones. Heute wurde Big Blue anscheinend wachgeküßt und war der Top des Blue Chip Barometers mit plus 1,6 Prozent auf 33,81 Dollar.
Walt Disney plus 1,44 Prozent auf 33,81 Dollar. Konsumaktien sind wieder in. Das Medien-Konglomerat dürfte außerdem von seinem jüngsten Hollywood-Blockbuster profitieren: Alice in Wonderland war am Wochenende mit einem US-Umsatz von 116 Mio. Dollar gestartet, ein Kinorekord für das erste Quartal. Blockbuster laufen normalerweise im Sommer, der Top US-Kino-Saison. An die guten Alice-Zahlen erinnerte heute auch der Vermarkter Imax, dessen Gewinn auch wegen Alice explodierte.
Der Versicherungsriese The Travelers plus 1,38% auf $53,62.
Der Baumarkt-Gigant Home Depot plus 1,32% auf $32,13.
Flops:
Die defensiven Papiere von Coca Cola waren der Flop des Dow mit minus 1,1% auf $53,60.
S&P 500: Fliege an der Wand
Tops:
Die Citigroup setzt heute ihre Gewinne an der Wall Street fort und kletterte 5,6 Prozent auf 4,18 Dollar. Citi-CEO Vikram Pandit stelle heute steigende Gewinne in Aussicht. Laut Financial Times rechnet das Bank-Management damit, dass der Finanzkonzern in seinem Kerngeschäft Citicorp bis Ende 2012 bis zu 20 Mrd. Dollar verdienen wird. Außerdem besteht die Hoffnung, dass die Bank bald wesentliche Teile der Staatskredite zurückzahlt und damit ihre politische Abhängigkeit verringert.
Gefragt waren auch die Regionalbanken, die ihre gestrigen Rally fortsetzten. Gestern hatte ein Medienbericht angeregt. Dort wurde behauptet, die britische Barclays sei auf der Jagd nach einer US-Regionalbank.
Davon profitierte besonders Huntington Bancshares mit plus 2,9 Prozent auf 5,40 Dollar.
Zions Bancorporation plus 4,6 Prozent auf 21,43 Dollar. Die Regionalbank will im laufenden Quartal wieder Gewinne im Kreditgeschäft erzielen.
Gymboree plus 11 Prozent auf 51,38 Dollar. Der Hersteller von Kinderbekleidung steigerte seinen Q4-Gewinn um 11%, deutlich mehr als erwartet. Umsatz & Gewinnmargen übertrafen ebenfalls den im Februar vorgelegten Ausblick des Managements.
GameStop plus 5,9 Prozent auf 19,35 Dollar. Der etwas spekulativ orientierte Infodienst TheFlyOnTheWall.com will Übernahmegerüchte gehört haben. Kommende Woche sind die aktuellen Quartalszahlen fällig.
Dr Pepper Snapple plus 4,1 Prozent auf 35,03 Dollar. Das verdankte der Getränke-Riese (Dr Pepper, Sunkist Soda, 7UP, A&W, Canada Dry, Schweppes und vieles mehr) wohl der UBS. Die Schweizer beförderten den Durstlöscher von Neutral auf Buy und katapultierten das Kursziel von $31 gleich auf $42. Der Markt habe die starken fundamentalen Faktoren noch nicht eingepreist. Außerdem sollte das Papier von dem laufenden Aktienrückkaufsprogramm profitieren.
Tyson Foods plus 1,3 Prozent auf 17,74 Dollar. Der Nahrungsmittel-Konzern (Hähnchen & Schweinefleisch) profitierte von der Credit Suisse. Die Schweizer bekräftigten ihr Outperform-Rating und hoben das Kursziel von $17 auf $20. Gründe dafür waren zwar nicht zu erfahren, die Analysten verweisen aber in der Regel auf den wachsenden Appetit der Chinesen.
Flops:
Bed Bath & Beyond minus 0,8 Prozent auf 41,34 Dollar. . Der Eigenheim-Ausstatter wurde beim Broker FBR Capital Markets von Market Perform auf Underperform gesenkt und das Kursziel von $38.50 auf $38.
Nasdaq: Software hui, Chips pfui
Die technologielastige Computerbörse profitierte von der Nachfrage nach Software-Titeln und einigen Internet Flaggschiffen:
Microsoft plus 0,7% auf $29,18.
Der SAP-Rivale Oracle plus 1,1% auf $25,14
Der Konsum-Software-Anbieter Adobe (PhotoShop, Flash) Adobe plus 0,2% auf $35,22
Die Chip-Gruppe litt dagegen unter Gewinnmitnahmen
Besonders hart traf es Texas Instruments. Obwohl der Chip-Konzern gestern seinen Ausblick auf den oberen Bereich seiner angekündigten Spanne einengte verlor das Papier 2,1% auf $24,07.
Nvidia minus 2,3% auf $17,19.
Der Philadelphia Semiconductor Sector Index, der 19 Halbleiter-Titel erfasst, bröckelte 0,3 Prozent auf 357 Punkte.
Die Smartphone-Familie wurde wieder von den Gezeitenkräften des Wettbewerbs beeinflusst:
Apple avancierte 0,3 Prozent auf 225,50 Dollar. Das reichte zu einem neuen Allzeithoch.
Der Smartphone-Rivale Research in Motion, Hersteller des Smartphones BlackBerry, plus 1,3 Prozent auf 75,98 Dollar.
Palm minus 2,5 Prozent auf 5,57 Dollar. Dort drückt immer noch die massive Umsatzwarnung der Vorwoche.
Motorola minus 1,1 Prozent auf 7,03 Dollar
Seagate plus 0,3 Prozent auf 19,23 Dollar. Analyst Christian Schwab vom Broker Craig-Hallum degradierte den Festplatten-Hersteller von Buy auf Accumulate und das Kursziel von $27.50 auf $25.
Internet: Schnäppchenjäger
Der Rivale Ebay minus 0,5 Prozent auf 25,44 Dollar.
Die Online-Videothek Netflix minus 0,1 Prozent auf 71,19 Dollar. Der Broker Brigantine bekräftigte sein Buy-Rating und hob das Kursziel von $74 auf $80.
Das Interesse der Verbraucher an den Netflix-Dienstleistungen wachse, beobachtet Brigantine. Für eine Monatsgebühr von $9 erhalte der Abonnent dort unlimitiert DVDs und Streaming Downloads. Das sei ein "extrem attraktives" Angebot. Weil dadurch die Kundenbasis wächst, die Kosten also besser verteilt werden können, war die Gesellschaft in der Lage, die Kosten für die Kunden-Akquisition in Q4 auf $25.23 zu halten, der 2-niedrigste Betrag in der Geschichte von Netflix. Der wachsende Anteil von Downloads (ohne Versandkosten) erhöhe die Profitabilität des Internet-Unternehmens.
Google plus 0,8 Prozent auf 581,14 Dollar. Laut Wall Street Journal gewinnt der Suchmaschinen King auch bei den Display-Anzeigen (nicht an Suchaufträge gebundene Werbung) an Boden und wildert damit im Revier von Yahoo.
Yahoo minus 1,6 Prozent auf 16,53 Dollar. Druck übte Analyst Gary Mobley vom Broker Benchmark Co. aus, der das Papier von Buy auf Hold abwertete, das Kursziel aber bei $18 belässt.
Die Aktie könne sich als "Vermögensfalle" erweisen, da der Internet-Pionier möglicherweise weitere Marktanteile im Suchmaschinengeschäft verliert. In den vergangenen Jahren litt Yahoo bereit schon unter dem Konkurrenzdruck durch Google, MySpace, Facebook und dergleichen. In jüngster Zeit gehen auch noch Marktanteile an den Partner Microsoft (Bing) verloren.
Baidu, Chinas Marktführer bei den Suchmaschinen, Prozent auf Dollar. Im Tagesverlauf wurde mit 556,37 ein neues Allzeithoch erklommen. Seit Jahresanfang stieg das Papier bereits wieder 34%, seit 1 Jahr 229%.
AOL (an der New York Stock Exchange notiert) plus 1,2 Prozent auf 25,59 Dollar.
Rohstoffe: Wenig Bewegung
Öl: Vorsichtig voran
Die heutige vorsichtige Entwicklung des Aktienmarktes spiegelte sich auch am Ölmarkt wider. Der April-Kontrakt für Crude verteuerte an der New York Mercantile Exchange um 2 Cents und schloss auf 82,11 Dollar.
Gold: Stagnation
Der Gold-Kontrakt für April stagnierte heute an der New York Mercantile Exchange bei 1.108,10 Dollar. Nachbörslich pendelte das Edelmetall bei 1.108,05 Dollar.
Die Citi meldet sich zurück
Zugpferde waren die Finanz-Titel, die heute den 10. Handelstag in Folge kletterten. Die Banken profitierten heute auch von einem optimistischen Geschäftsausblick, den Citigroup CEO Vikram Pandit auf einer Investorenkonferenz abgab. Der Top-Manager versprach, dass der vom Staat gerettete ehemalige Finanzriese wieder steigende Gewinne abwirft. Zu den Motoren gehörte auch der Sektor Consumer-Discretionary Stocks, also Aktien von Unternehmen, die nicht-lebensnotwendige Konsumgüter anbieten, etwa Home Depot (Baumärkte) oder Amazon.com.
Der seit Tage anhaltende Aufschwung am US-Aktienmarkt, vor allem das auflebende Interesse an Banken & Konsum, beruht auf der Erkenntnis, dass die vor einem Jahr begonnene konjunkturelle Erholung sehr nachhaltig ist. Das demonstriert eine lange Kette positiver fundamentaler Konjunkturdaten, in der Vorwoche etwa der überraschend starke Sprung des Einkaufsmanagerindex Dienstleistungen und eine verblüffende Erholung der Umsätze zahlreicher Ladenketten.
Spekulationen zur chinesischen Geldpolitik
Lange Zeit litt der Handel heute allerdings noch unter einer Nachricht aus China. Dort war die Inflationsrate (Verbraucherpreise plus 2,7%) auf ein 16-Monatshoch gesprungen, was die Furcht wiedererweckte, dass die Regierung in Peking noch stärker auf die geldpolitisch Bremse tritt - möglicherweise zu Lasten der Weltwirtschaft. Kurz vor Börsenschluss wurden die Spekulationen zur chinesischen Geldpolitik aber wieder in den Hintergrund gedrängt.
Der Bankenindex kletterte 1,72% und erreichte ein 16-Monatshoch. Der Konjunkturaufschwung lässt die Risiken der Finanzkonzerne abschmelzen.
Der konjunktursensible Transportindex stieg 0,57%. Der Russell 2000, der kleinere und riskantere Unternehmen erfasst, gewann 0,34 %.
Die Eigenheimbauer verbesserten sich 0,34%.
Die - als defensiv geltenden - Versorger legten 0,36% zu.
Der Ölsektor verbilligte 0,11%.
Die Chip-Index bröckelte 0,25%.
Dow Jones Average: Alice im Wunderland
Tops:
IBM stand lange Zeit im Schatten und belastete wegen seiner hohen Gewichtung den Dow Jones. Heute wurde Big Blue anscheinend wachgeküßt und war der Top des Blue Chip Barometers mit plus 1,6 Prozent auf 33,81 Dollar.
Walt Disney plus 1,44 Prozent auf 33,81 Dollar. Konsumaktien sind wieder in. Das Medien-Konglomerat dürfte außerdem von seinem jüngsten Hollywood-Blockbuster profitieren: Alice in Wonderland war am Wochenende mit einem US-Umsatz von 116 Mio. Dollar gestartet, ein Kinorekord für das erste Quartal. Blockbuster laufen normalerweise im Sommer, der Top US-Kino-Saison. An die guten Alice-Zahlen erinnerte heute auch der Vermarkter Imax, dessen Gewinn auch wegen Alice explodierte.
Der Versicherungsriese The Travelers plus 1,38% auf $53,62.
Der Baumarkt-Gigant Home Depot plus 1,32% auf $32,13.
Flops:
Die defensiven Papiere von Coca Cola waren der Flop des Dow mit minus 1,1% auf $53,60.
S&P 500: Fliege an der Wand
Tops:
Die Citigroup setzt heute ihre Gewinne an der Wall Street fort und kletterte 5,6 Prozent auf 4,18 Dollar. Citi-CEO Vikram Pandit stelle heute steigende Gewinne in Aussicht. Laut Financial Times rechnet das Bank-Management damit, dass der Finanzkonzern in seinem Kerngeschäft Citicorp bis Ende 2012 bis zu 20 Mrd. Dollar verdienen wird. Außerdem besteht die Hoffnung, dass die Bank bald wesentliche Teile der Staatskredite zurückzahlt und damit ihre politische Abhängigkeit verringert.
Gefragt waren auch die Regionalbanken, die ihre gestrigen Rally fortsetzten. Gestern hatte ein Medienbericht angeregt. Dort wurde behauptet, die britische Barclays sei auf der Jagd nach einer US-Regionalbank.
Davon profitierte besonders Huntington Bancshares mit plus 2,9 Prozent auf 5,40 Dollar.
Zions Bancorporation plus 4,6 Prozent auf 21,43 Dollar. Die Regionalbank will im laufenden Quartal wieder Gewinne im Kreditgeschäft erzielen.
Gymboree plus 11 Prozent auf 51,38 Dollar. Der Hersteller von Kinderbekleidung steigerte seinen Q4-Gewinn um 11%, deutlich mehr als erwartet. Umsatz & Gewinnmargen übertrafen ebenfalls den im Februar vorgelegten Ausblick des Managements.
GameStop plus 5,9 Prozent auf 19,35 Dollar. Der etwas spekulativ orientierte Infodienst TheFlyOnTheWall.com will Übernahmegerüchte gehört haben. Kommende Woche sind die aktuellen Quartalszahlen fällig.
Dr Pepper Snapple plus 4,1 Prozent auf 35,03 Dollar. Das verdankte der Getränke-Riese (Dr Pepper, Sunkist Soda, 7UP, A&W, Canada Dry, Schweppes und vieles mehr) wohl der UBS. Die Schweizer beförderten den Durstlöscher von Neutral auf Buy und katapultierten das Kursziel von $31 gleich auf $42. Der Markt habe die starken fundamentalen Faktoren noch nicht eingepreist. Außerdem sollte das Papier von dem laufenden Aktienrückkaufsprogramm profitieren.
Tyson Foods plus 1,3 Prozent auf 17,74 Dollar. Der Nahrungsmittel-Konzern (Hähnchen & Schweinefleisch) profitierte von der Credit Suisse. Die Schweizer bekräftigten ihr Outperform-Rating und hoben das Kursziel von $17 auf $20. Gründe dafür waren zwar nicht zu erfahren, die Analysten verweisen aber in der Regel auf den wachsenden Appetit der Chinesen.
Flops:
Bed Bath & Beyond minus 0,8 Prozent auf 41,34 Dollar. . Der Eigenheim-Ausstatter wurde beim Broker FBR Capital Markets von Market Perform auf Underperform gesenkt und das Kursziel von $38.50 auf $38.
Nasdaq: Software hui, Chips pfui
Die technologielastige Computerbörse profitierte von der Nachfrage nach Software-Titeln und einigen Internet Flaggschiffen:
Microsoft plus 0,7% auf $29,18.
Der SAP-Rivale Oracle plus 1,1% auf $25,14
Der Konsum-Software-Anbieter Adobe (PhotoShop, Flash) Adobe plus 0,2% auf $35,22
Die Chip-Gruppe litt dagegen unter Gewinnmitnahmen
Besonders hart traf es Texas Instruments. Obwohl der Chip-Konzern gestern seinen Ausblick auf den oberen Bereich seiner angekündigten Spanne einengte verlor das Papier 2,1% auf $24,07.
Nvidia minus 2,3% auf $17,19.
Der Philadelphia Semiconductor Sector Index, der 19 Halbleiter-Titel erfasst, bröckelte 0,3 Prozent auf 357 Punkte.
Die Smartphone-Familie wurde wieder von den Gezeitenkräften des Wettbewerbs beeinflusst:
Apple avancierte 0,3 Prozent auf 225,50 Dollar. Das reichte zu einem neuen Allzeithoch.
Der Smartphone-Rivale Research in Motion, Hersteller des Smartphones BlackBerry, plus 1,3 Prozent auf 75,98 Dollar.
Palm minus 2,5 Prozent auf 5,57 Dollar. Dort drückt immer noch die massive Umsatzwarnung der Vorwoche.
Motorola minus 1,1 Prozent auf 7,03 Dollar
Seagate plus 0,3 Prozent auf 19,23 Dollar. Analyst Christian Schwab vom Broker Craig-Hallum degradierte den Festplatten-Hersteller von Buy auf Accumulate und das Kursziel von $27.50 auf $25.
Internet: Schnäppchenjäger
Das Online-Kaufhaus Amazon.com avancierte 2,4 Prozent auf 133,58 Dollar. Die Aktie war während der Korrektur unter Druck geraten und von ihrem im Januar erreichten Allzeithoch ($145,91) bis unter $117 zurückgeprallt. Da die Nasdaq sich auf 16-Monatshoch bewegt und der S&P 500 knapp davor steht, griffen wohl einige Schnäppchenjäger zu.
Der Rivale Ebay minus 0,5 Prozent auf 25,44 Dollar.
Die Online-Videothek Netflix minus 0,1 Prozent auf 71,19 Dollar. Der Broker Brigantine bekräftigte sein Buy-Rating und hob das Kursziel von $74 auf $80.
Das Interesse der Verbraucher an den Netflix-Dienstleistungen wachse, beobachtet Brigantine. Für eine Monatsgebühr von $9 erhalte der Abonnent dort unlimitiert DVDs und Streaming Downloads. Das sei ein "extrem attraktives" Angebot. Weil dadurch die Kundenbasis wächst, die Kosten also besser verteilt werden können, war die Gesellschaft in der Lage, die Kosten für die Kunden-Akquisition in Q4 auf $25.23 zu halten, der 2-niedrigste Betrag in der Geschichte von Netflix. Der wachsende Anteil von Downloads (ohne Versandkosten) erhöhe die Profitabilität des Internet-Unternehmens.
Google plus 0,8 Prozent auf 581,14 Dollar. Laut Wall Street Journal gewinnt der Suchmaschinen King auch bei den Display-Anzeigen (nicht an Suchaufträge gebundene Werbung) an Boden und wildert damit im Revier von Yahoo.
Yahoo minus 1,6 Prozent auf 16,53 Dollar. Druck übte Analyst Gary Mobley vom Broker Benchmark Co. aus, der das Papier von Buy auf Hold abwertete, das Kursziel aber bei $18 belässt.
Die Aktie könne sich als "Vermögensfalle" erweisen, da der Internet-Pionier möglicherweise weitere Marktanteile im Suchmaschinengeschäft verliert. In den vergangenen Jahren litt Yahoo bereit schon unter dem Konkurrenzdruck durch Google, MySpace, Facebook und dergleichen. In jüngster Zeit gehen auch noch Marktanteile an den Partner Microsoft (Bing) verloren.
Baidu, Chinas Marktführer bei den Suchmaschinen, Prozent auf Dollar. Im Tagesverlauf wurde mit 556,37 ein neues Allzeithoch erklommen. Seit Jahresanfang stieg das Papier bereits wieder 34%, seit 1 Jahr 229%.
AOL (an der New York Stock Exchange notiert) plus 1,2 Prozent auf 25,59 Dollar.
Rohstoffe: Wenig Bewegung
Öl: Vorsichtig voran
Die heutige vorsichtige Entwicklung des Aktienmarktes spiegelte sich auch am Ölmarkt wider. Der April-Kontrakt für Crude verteuerte an der New York Mercantile Exchange um 2 Cents und schloss auf 82,11 Dollar.
Gold: Stagnation
Der Gold-Kontrakt für April stagnierte heute an der New York Mercantile Exchange bei 1.108,10 Dollar. Nachbörslich pendelte das Edelmetall bei 1.108,05 Dollar.
(© BörseGo AG 2007 - http://www.boerse-go.de, Autor: Maier Gerhard, Redakteur)
© 2010 BörseGo
