Bielefeld (ots) - Der Missbrauchskandal erschüttert inzwischen die sonst so felsenfest in sich ruhende katholische Weltkirche. Nach den Fällen in den USA, in Irland, in Ländern der Dritten Welt und jetzt in Deutschland rückt seit Freitag Papst Benedikt XVI. selbst in den Dunstkreis falscher Entscheidungen. Wohlgemerkt: Der damalige Erzbischof Joseph Ratzinger hat sich untadelig gegenüber seinen Schutzbefohlenen verhalten. Aber im Umgang mit einem pädophilen Priester hat er in den 60er Jahren auch nicht klüger gehandelt, als andere Kirchenführer. Man glaubte durch Versetzung das Problem geregelt zu haben. Heute sind wir schlauer - Öffentlichkeit wie Kirche. Keine Frage: Der am Freitag bekanntgewordene Fall aus Ratzingers eigenem Bistum ist geeignet, weltweit Beachtung zu finden. Alle anderen Länder, die »ihre« Kirchenskandale längst zu den Akten gelegt hatten, werden jetzt alles noch einmal aufwühlen und neu diskutieren. Da hilft es gar nichts, dass hierzulande auch nichtkatholische Einrichtungen in den Fokus rücken. Eine Katastrophe für Rom, selbst zu verantworten und kaum abwendbar.
Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
Originaltext: Westfalen-Blatt Digitale Pressemappe: http://www.presseportal.de/pm/66306 Pressemappe via RSS : http://www.presseportal.de/rss/pm_66306.rss2
Pressekontakt: Westfalen-Blatt Nachrichtenleiter Andreas Kolesch Telefon: 0521 - 585261
© 2010 news aktuell
