Angesichts gemischt ausgefallener
Konjunkturdaten sind die wichtigsten US-Indizes am Freitag
uneinheitlich aus dem Handel gegangen. In den Vereinigten Staaten
hatte sich das von der Uni Michigan erhobene Konsumklima in diesem
Monat überraschend eingetrübt. Zudem waren die Lagerbestände der
Unternehmen im Januar unerwartet stabil geblieben. Die
Einzelhandelsumsätze hingegen waren im Februar überraschend
gestiegen.
Der Dow Jones rückte am Ende um moderate 0,12 Prozent auf
10.624,69 Zähler vor. Auf Wochensicht bedeutete dies ein Plus von
0,55 Prozent. Für den S&P-500-Index aber ging es am
Freitag um 0,02 Prozent auf 1.149,99 Punkte nach unten. An der
Nasdaq gab der Composite-Index um 0,03 Prozent auf
2.367,66 Punkte nach. Der Auswahlindex Nasdaq-100-Index wiederum stieg um 0,03 Prozent auf 1.924,43 Punkte.
Papiere von Caterpillar stiegen im Dow um
2,48 Prozent auf 60,36 US-Dollar. Händlern zufolge zeigten sich die
Anleger weiterhin erfreut über eine Meldung vom Vortag. Der
Baumaschinenhersteller erwägt, in den USA eine neue Fabrik für
Hydraulikbagger zu bauen.
Am Indexende sanken die Papiere der Bank of America um 1,58 Prozent auf 16,85 Dollar. Die Analysten von Keefe,
Bruyette and Woods hatten ihre Gewinnprognosen für 2010 und 2011
reduziert. Negativ werteten die Experten den jüngsten Schritt der
Bank, die Überziehungsgebühren für Transaktionen mit Kundenkarten zu
streichen.
Papiere von Pfizer gaben um 1,21 Prozent auf
17,08 Dollar nach. Negative Nachrichten zu fehlgeschlagenen Studien
belasteten die Aktien des weltgrößten Pharmakonzerns. Das
Unternehmen hatte bei zwei klinischen Phase-III-Studien mit dem
Krebsmittel Sutent in der Behandlung von Brustkrebs-Patienten die
Studienziele verfehlt und muss zudem muss mit einem Wirkstoff gegen
Lungenkrebs erneut einen Rückschlag einstecken.
United-Technologies-Titel fielen um 0,71
Prozent auf 71,53 Dollar. Der Mischkonzern hatte die Prognose für
den operativen Gewinn seiner Aufzugsparre Otis reduziert.
Unter den Finanzwerten verteuerten sich die Anteilsscheine von
Goldman Sachs um 0,84 Prozent auf 174,96 Dollar.
Die von Morgan Stanley hingegen fielen um 0,37
Prozent auf 29,91 Dollar. Die Societe Generale hatte die Einstufung
von Goldman Sachs mit "Buy" und die von Morgan Stanley mit "Hold"
gestartet. Goldman Sachs besitze nach dem Abschwung nun in den
meisten Geschäftsfeldern eine stärkere Marktposition, schrieben die
Analysten. Bei Morgan Stanley jedoch könnte sich der Umbau des
Handelsgeschäfts als Herausforderung erweisen.
Der Bieterwettstreit um den US-Düngemittelanbieter Terra
Industries ist derweil beendet. Das Unternehmen soll vom
Branchenkonkurrenten CF Industries übernommen werden. Zuvor
hatte das norwegische Unternehmen Yara International seinen Rückzug aus dem Bieterverfahren bekanntgegeben. Aktien von
Terra fielen um 1,24 Prozent und die von CF Industries um 3,86
Prozent. Yara-Papiere aber sprangen in Oslo um 6,65 Prozent in die
Höhe.
Neue Nachrichten gab es auch vom weltgrößten kanadischen
Düngemittel-Hersteller Potash , der nun von einer
deutlich verbesserten Gewinnlage ausgeht. Zu der veränderten
Situation hätten die gestiegenen Einkommen der Landwirte und die
leeren Lager des Zwischenhandels beigetragen, hieß es seitens des
Konzerns. Die Aktien sprangen um 7,13 Prozent auf 125,27 Dollar in
die Höhe./la/he
AXC0176 2010-03-12/22:31