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Moody's: Deutschlands Schulden gefährden AAA-Rating nicht

DJ Moody's: Deutschlands Schulden gefährden AAA-Rating nicht

FRANKFURT (Dow)--Deutschlands erstklassige Bonität als Schuldner ist nach Aussage der Ratingagentur Moody's trotz voraussichtlich weiter steigender Schulden nicht gefährdet. Wie Moody's am Montag in seinem Quartalsbericht über Schuldner mit dem "AAA-Rating" mitteilte, wird Deutschlands Zinsbelastung, gemessen am Bruttoinlandsprodukt (BIP), zwar steigen, aber beherrschbar bleiben. "Wir erwarten, dass Deutschlands Schuldenlast und seine Zahlungsfähigkeit, gemessen an den Quotienten aus Schulden zu Einahmen sowie Zinsausgaben zu Einahmen, weiter in einem günstigen Verhältnis stehen werden", heißt es in dem Bericht.

Moody's zufolge führt zudem die Benchmark-Funktion deutscher Staatsanleihen selbst bei steigender Staatsschuld zu einem günstigen Verhältnis von Zinsen zu Einnahmen. Moody's betrachtet Werte von unter 10% ohne weiteres als vereinbar mit einem "AAA"-Rating. In Deutschland lag dieser Wert 2008 bei 6,3%. "Unsere Projektionen deuten für die nächsten zwei bis drei Jahre eine gewisse Verschlechterung dieses Verhältnisses an, doch dürfte es deutlich unterhalb des zweistelligen Bereichs bleiben", analysiert Moody's. Die Prognosespanne liegt je nach Szenario zwischen 7% und 10%.

Andere Länder mit Spitzenbonität stehen vergleichsweise schlechter da: Für Großbritannien prognostiziert die Agentur je nach Szenario Stände zwischen 9% und knapp 12%, für die USA zwischen 11% und 15% und für Spanien zwischen 9% und 13%. Bei derart hohen Werten spielt für die Stabilität des Spitzenratings aus Sicht von Moody's auch die Fähigkeit einer Regierung eine Rolle, die Verschuldung mit außerordentlichen Maßnahmen zu senken.

Gerade in Großbritannien sieht Moody's diese Fähigkeit auch mit Blick auf historische Parallelen gegeben. Hinsichtlich der USA gilt dies auch. Allerdings äußert Moody's mit Blick auf die dort bereits vorliegende zehnjährige Finanzplanung Sorge über den Bestand des "AAA"-Rating, weil der Quotient aus Zinsausgaben zu Einahmen nach derzeitigen Projektionen 18% erreichen könnte.

Deutschlands Bonität ist Moody's dagegen zusätzlich von der so genannten "Schuldenbremse" untermauert, die ab 2016 nur noch eine "strukturelle" Neuverschuldung von jährlich 0,35% des BIP erlaubt. Damit werde eine "Verankerung der Fiskalerwartungen" angestrebt.

Webseite: www.moodys.com 
 
 
  -Von Hans Bentzien, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 300, 
   Hans.Bentzien@dowjones.com 
   DJG/hab/apo 
Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de 
 

(END) Dow Jones Newswires

March 15, 2010 06:16 ET (10:16 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
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