DJ Milliardenschulden bei Porsche durch gescheiterte VW-Übernahme
STUTTGART (Dow Jones)--Nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen drücken den Sportwagenhersteller Porsche weiter Milliardenschulden. Im Ende Januar abgeschlossenen ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2009/2010 stand der Stuttgarter Konzern noch immer mit 6,1 Mrd EUR bei den Geldgebern in der Kreide, wie aus dem am Mittwoch vorgelegten Halbjahresbericht hervorgeht.
Die 3,9 Mrd EUR aus dem Einstieg von Volkswagen seien zum Großteil in den Schuldenabbau geflossen, erklärte Porsche. Ende Juli 2009 hatten die Stuttgarter noch 11,4 Mrd EUR Schulden.
Porsche, dessen Bilanz durch der Einbeziehung des VW-Ergebnisses nicht mehr mit den Vorjahren vergleichbar ist, hat nach eigenen Angaben mit seinem Sportwagengeschäft in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres operativ 329 Mio EUR eingefahren.
Die Marge von Porsche sei damit trotz widriger wirtschaftlicher Bedingungen zweistellig geblieben, womit die Stuttgarter weiter der profitabelste Automobilhersteller der Welt sind.
Die Porsche Automobil Holding SE schrieb im abgelaufenen Halbjahr nach Steuern einen Gewinn von 871 Mio EUR. Im Gesamtgeschäftsjahr erwartet Porsche wie angekündigt einen niedrigen einstelligen Milliardenverlust. Grund ist vor allem die Aufräumaktion in der Bilanz nach der gescheiterten Übernahme von Volkswagen. Hinzu kommt die Kapitalerhöhung von VW, an der Porsche nicht teilnimmt, was zur Verwässerung des Anteils führt.
Webseite: www.porsche-se.com -Von Katharina Becker, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 112, katharina.becker@dowjones.com DJG/kat/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de
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March 17, 2010 03:19 ET (07:19 GMT)
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