Die Porsche-Holding
Es werde ein Verlust im niedrigen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich im bis Ende Juli laufenden Geschäftsjahr erwartet, bestätigte der Autobauer frühere Warnungen. Im ersten Halbjahr kam dieser Effekt noch nicht zum Tragen, hier wies die Porsche SE ein Konzernergebnis nach Steuern von 871 Millionen Euro aus.
Der Porsche Zwischenholding GmbH Konzern - dieser umfasst im Wesentlichen das Autogeschäft - erzielte im ersten Halbjahr ein operatives Ergebnis von 329 Millionen Euro. Vorjahreszahlen sind aufgrund der Veränderungen bei Porsche nicht vergleichbar. Der Umsatz stieg gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 3,7 Prozent auf 3,16 Milliarden Euro. Der Absatz ging um 1,7 Prozent auf 33.670 Fahrzeuge zurück. Eine Betrachtung der Regionen zeige, dass die Situation auf dem nordamerikanischen Markt nach wie vor schwierig sei. Im Gesamtjahr soll der Absatz im Vergleich zum Vorjahr steigen, bekräftigte Porsche frühere Aussagen.
FAHRPLAN KONKRETER - KAPITALERHÖHUNG BEI PORSCHE IM ERSTEN HALBJAHR 2011
Die Porsche SE hat ihre Pläne für die nächstes Jahr geplante Kapitalerhöhung konkretisiert, diese soll nun im ersten Halbjahr 2011 stattfinden. Danach werde die Verschmelzung der Porsche SE mit der Volkswagen AG angestrebt.
Bis zum Zusammenschluss mit VW muss die Porsche-Holding vor allem den Milliarden-Schuldenberg, den das Unternehmen bei der missglückten VW-Übernahme angehäuft hatte, in den Griff bekommen. Porsche hatte seine Beteiligung an Europas größtem Autobauer im Januar 2009 auf rund 51 Prozent der Stammaktien aufgestockt, sich damit aber finanziell überhoben.
Die Nettoverschuldung der Porsche SE - ohne Berücksichtigung des Porsche Zwischenholding GmbH Konzerns und des Volkswagen-Konzerns - verbesserte sich zum 31. Januar 2010 auf 6,1 Milliarden Euro, hieß es am Mittwoch. Per Ende Juli hatte sie noch bei 11,4 Milliarden Euro gelegen. Zum Schuldenabbau beigetragen hat unter anderem der Einstieg von VW bei Porsche. Die Wolfsburger übernahmen im Dezember knapp die Hälfte des Porsche-Autogeschäfts für 3,9 Milliarden Euro. Die geplante Kapitalerhöhung über insgesamt fünf Milliarden Euro, je zur Hälfte über Stamm- und Vorzugsaktien, soll ebenfalls der Schuldentilgung dienen./sk/dct/wiz
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AXC0047 2010-03-17/09:41
