Das neue Management von Lehman Brothers will den im Zuge der Insolvenz vollzogenen Verkauf von Konzernteilen an die britische Großbank Barclays nachverhandeln. Laut Lehman-Führung habe Barclays die Sparten zu einem zu geringen Preis erhalten. Barclays zahlte für einen großen Teil des Investmentbankinggeschäfts des US-Finanzkonzerns gerade einmal zwei Milliarden Dollar und verbuchte daraufhin für 2008 einen hohen Sonderertrag. Die neue Lehman-Führung beziffert den Schaden für den Pleitekonzern und damit für die Gläubiger auf mittlerweile elf Milliarden Dollar - vor einem halben Jahr wurde noch von knapp acht Milliarden Dollar gesprochen. Angeblich konnte Barclays nur deshalb so günstig zuschlagen, weil führenden Lehman-Managern lukrative Posten in der Führungsebene versprochen wurden.
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