Berlin (ots) - Berlin - Der Vorsitzende der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex will mehr Frauen in deutschen Aufsichtsräten sehen. "In den Nominierungsausschüssen deutscher Unternehmen, die Vorschläge für die Besetzung von Aufsichtsräten unterbreiten sollen, werden regelmäßig zu wenige Namen von qualifizierten Frauen genannt", sagte Klaus-Peter Müller, Vorsitzender der Kommission und Aufsichtsratsvorsitzender der Commerzbank, dem Tagesspiegel (Sonntagsausgabe). Es würden aber Persönlichkeiten in den Gremien gebraucht, "die andere soziale Kompetenzen mitbringen als Männer". In der Kommission werde gerade diskutiert, "die bisherige Empfehlung für mehr Vielfalt so zu konkretisieren, dass jeder Aufsichtsrat künftig seine Planung für eine den Gegebenheiten des Unternehmens angemessene Vertretung von Frauen und im Übrigen auch ausländischen Experten im Aufsichtsrat darlegt". Eine Frauenquote, wie es sie zum Beispiel in Norwegen gibt, will die Kommission jedoch nicht. Aber mit der Erklärung würde "verbindlich transparent gemacht, dass sich etwas ändert". Das sei kein leichter Weg, "aber wir können es uns nicht erlauben, in alten Denkmustern zu verharren", sagte Müller.
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