Beschäftigte des Siemens-IT-
Die Sparte leidet unter Volumen- und Umsatzrückgängen und hatte zuletzt nur noch ein operatives Ergebnis von 90 Millionen Euro erwirtschaftet. Künftig soll sie sich auf das IT-Outsourcing- und Lösungsgeschäft konzentrieren. Außerdem steht die rechtliche Verselbstständigung an, die später in einen Verkauf oder einen Börsengang münden könnte. Aus Sicht der Gewerkschaft ist das "kein wirkliches Konzept", wie Leppek sagte. "Offensichtlich geht es nur darum sich eines unliebsamen Bereichs zu entledigen." Noch unter dem früheren Konzernchef Klaus Kleinfeld war die Sparte Anfang 2007 eingegliedert worden, damals mit dem Ziel einer besseren Integration.
GEWERKSCHAFT SPRICHT VON MANAGEMENTFEHLERN
Schon bei der Vorstellung der Umbaupläne in der vergangenen Woche hatte die Gewerkschaft dem Konzern vorgeworfen, Managementfehler auf dem Rücken der Beschäftigten auszutragen. Dagegen erklärte Siemens, man wolle die Sparte mit derzeit weltweit rund 35.000 Beschäftigten langfristig auf ein solides Fundament stellen. Die Abbaupläne sollen möglichst sozialverträglich umgesetzt werden. Betriebsbedingte Kündigungen hatte Siemens-Personalvorstand Siegfried Russwurm zwar nicht ausgeschlossen, diese könnten aber nur "das allerletzte Mittel sein", sagte Russwurm bei der Vorstellung der Pläne.
In den kommenden Tagen und Wochen sollten die Beschäftigten an den einzelnen Standorten über die Maßnahmen informiert werden, hieß es am Montag bei Siemens. Man sei gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern darum bemüht, möglichst bald zu konkretisieren, wie sich der Stellenabbau auf die einzelnen Standorte verteilt./cs/DP/gr
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AXC0110 2010-03-22/14:53
