DJ Russland prüft Ermittlungen gegen Beamte im Daimler-Bestechungsfall
MOSKAU (Dow Jones)--Das russische Innenministerium erwägt eine interne Untersuchung, um zu prüfen, ob Mitarbeiter des Ministeriums Bestechungsgelder der Daimler AG angenommen haben. Offizielle Schritte würden aber erst eingeleitet, nachdem das Ministerium die Unterlagen der US-Behörden zu der Untersuchung gegen Daimler erhalten habe, sagte Oleg Yelnikov, Sprecher des russischen Innenministeriums, zu Dow Jones Newswires. Eine vorläufige Untersuchung könne jedoch schon vor Erhalt der Dokumente eingeleitet werden.
Das US-Justizministerium hat die Daimler AG des Verstoßes gegen US-Korruptionsgesetze bezichtigt. Der Stuttgarter DAX-Konzern soll Amtsträgern in mindestens 22 Ländern in einem Zeitraum von 1998 bis Januar 2008 hohe Summen gezahlt haben, um Regierungsaufträge für den Automobilhersteller zu erhalten. Dabei gehe es um Aufträge im Wert von mehreren hundert Millionen Dollar, heißt es in den bei einem Bundesgericht in Washington, D.C. eingereichten Unterlagen weiter.
Zu den betroffenen Ländern zählen demnach China, Nigeria, Russland und Vietnam. Den Gerichtsdokumenten zufolge zahlte Daimler mindestens 1,8 Mio EUR an direkten oder indirekten Bestechungsgeldern an Mitarbeiter des russischen Innenministeriums.
Daimler erklärte, man werde sich vor einem für den 1. April in Washington anberaumten Gerichtstermin nicht zu der Angelegenheit äußern. Nach Angaben einer mit der Angelegenheit vertrauten Person hat sich Daimler bereit erklärt, 185 Mio USD zur Beilegung der Untersuchung zu zahlen.
-Von Alexander Kolyandr, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 29725 104, unternehmen.de@dowjones.com DJG/DJN/has/brb Besuchen Sie auch unsere Webseite http://www.dowjones.de
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March 26, 2010 10:57 ET (14:57 GMT)
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