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Ungarn hält Staatsfinanzen auch ohne IWF-Hilfe für sicher

DJ Ungarn hält Staatsfinanzen auch ohne IWF-Hilfe für sicher

BUDAPEST (Dow Jones)--Ungarns Ministerpräsident hat sich zuversichtlich gezeigt, dass der Staatshaushalt auch ohne Finanzhilfen vom Internationalen Währungsfonds (IWF) sicher und berechenbar ist. "Ungarns Außenbeziehungen sind stark genug, um die Finanzierung des Staates auch ohne den IWF zu gewährleisten", sagte Viktor Orban in einer Rede am Mittwoch.

Die Schwäche der Landeswährung und der ungarischen Staatsanleihen sei nur eine temporäre Reaktion auf den Abbruch der Gespräche mit dem IWF und der darauf folgenden Warnungen der Ratingagenturen gewesen. Mittlerweile sei wieder Stabilität eingekehrt. "Unsere gegenwärtige Politik hat sich damit bestätigt", sagte der Regierungschef.

Die Verhandlungen Ungarns mit dem IWF waren am 17. Juli abgebrochen, nachdem der EU-Mitgliedsstaat sich geweigert hatte, weitere Sparmaßnahmen einzuführen und die hohen Steuern im Finanzsektor zu senken. Damit verwirkte das Land den Erhalt noch ausstehender Tranchen aus einem 20-Mrd-EUR-Kredit von IWF, EU und Weltbank. Die Ratingagenturen Moody's und Standard & Poor's hatten daraufhin vor einer Herabstufung der Kreditwürdigkeit des Landes gewarnt.

Nach dem Abbruch der Gespräche mit dem IWF und der EU über Finanzierungshilfen hatte Orban angekündigt, dass Ungarn sich nicht mehr auf IWF-Hilfen verlassen und sich stattdessen selbst über den Markt finanzieren werde. Gleichzeitig bekräftigte er, dass sein Land am Ziel einer Rückführung des Haushaltsdefizits auf 3,8% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) festhalte und dieses auch erreichen werde.

-Von Margit Feher, Dow Jones Newswires, 
 +49 (0)69 29725 300, konjunktur.de@dowjones.com 
 DJG/DJN/mle/kth 
 

(END) Dow Jones Newswires

July 28, 2010 11:09 ET (15:09 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
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