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Dow Jones News
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MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)

DJ MORNING BRIEFING - Märkte (USA/Asien)

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TAGESTHEMA

Die US-Wirtschaft dürfte im zweiten Quartal 2010 erneut kräftig gewachsen sein, wenn auch etwas schwächer als im Vorquartal. Von Dow Jones Newswires befragte Bankvolkswirte erwarten, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) der größten Volkswirtschaft der Welt zwischen April und Juni 2010 mit einer annualisierten Rate von 2,5% expandiert ist. Im ersten Jahresviertel war ein annualisiertes Wachstum von 2,7% erzielt worden. Schwächere Daten bei den realen Konsumausgaben, ein langsamerer Lageraufbau und das hohe Außenhandelsdefizit sind nach Einschätzung der UBS-Ökonomen für die leichte Wachstumsverlangsamung verantwortlich (Prognose: plus 2,5%). Die Abschwächung dürfte aber nur temporär sein, da sich die Wachstumsbasis verbreitere und Geschäftsklima sowie Unternehmensgewinne solide blieben. Im zweiten Quartal dürfte sich das Wachstum bei den Unternehmensinvestitionen und den Konsumausgaben fortgesetzt haben, während die niedrigeren Zinsen zu einer Besserung am schwachen Häusermarkt beitragen dürften, heißt es.

AUSBLICK UNTERNEHMEN +

In den USA veröffentlichen u.a. folgende Unternehmen Geschäftszahlen (Prognose Gewinn/Aktie in USD in Klammern):

12:30 Merck & Co Inc, Ergebnis 2Q (0,83)

14:30 Chevron Corp, Ergebnis 2Q (2,37)

AUSBLICK KONJUNKTUR

- US 
 14:30  BIP 2Q (1. Veröffentlichung) und Benchmark-Revision 
        annualisiert 
        PROGNOSE: +2,5% gg Vq 
        zuvor:    +2,7% gg Vq 
 
 14:30  Arbeitskostenindex 2Q 
        PROGNOSE: +0,5% gg Vq 
        zuvor:    +0,6% gg Vq 
 
 15:45  Index Einkaufsmanager Chicago Juli 
        PROGNOSE: 56,0 ; zuvor: 59,1 
 
 15:55  Index der Verbraucherstimmung der Universität 
        Michigan Juli (2. Umfrage) 
        PROGNOSE:   67,2 
        1. Umfrage: 66,5 ; Juni: 76,0 
 
 

MELDUNGEN SEIT VORTAG, 20.00 UHR

CITIGROUP

zahlt zur Beilegung eines Streits mit der US-Börsenaufsicht SEC über irreführende Aussagen zum Engagement bei minderwertigen Hypothekenkrediten 75 Mio USD. Die US-Bank hatte im zweiten und dritten Quartal 2007 die Investoren nicht über den Besitz von Subprime-Hypothekenkredite im Umfang von 40 Mrd USD informiert.

SAMSUNG

hat angetrieben von einer stabilen Nachfrage nach seinen Speicherchips im zweiten Quartal ein Rekordergebnis erzielt.

KONJUNKTUR JAPAN

Japan steckt weiter in einer hartnäckigen Deflation. Die Lebenshaltungskosten für die japanischen Verbraucher sanken im Juni den 16. Monat in Folge. Die Verbraucherpreise gingen in der Kernberechnung um 1,0% gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Volkswirte hatten ein Minus von 1,1% erwartet.

Die Arbeitslosenquote ist im Juni saisonbereinigt auf 5,3% gestiegen, nachdem sie im Vormonat bei 5,2% gelegen hatte. Die Gesamtzahl der arbeitslosen Personen in Japan fiel allerdings auf Jahressicht um 40.000 auf 3,44 Millionen. Zugleich verringerte sich die Zahl der Erwerbstätigen um 200.000 auf 62,80 Millionen.

Die japanische Industrieproduktion ist im Juni nach vorläufigen Angaben unerwartet gesunken, teilweise verursacht von einer rückläufigen Fertigung von Automobilen und elektronischen Geräten. Die Produktion ging saisonbereinigt und gegenüber dem Vormonat um 1,5% zurück. Ökonomen hatten mit einer kleinen Wachstumsrate von 0,1% gerechnet. Gegenüber dem Vorjahresmonat gab es ein nicht saisonbereinigtes Plus von 17,0%.

MÄRKTE AKTUELL (7.40 Uhr)

INDIZES

INDEX                Stand  +/- % 
S&P-500-Future       1.094   -0,3 
Nasdaq-Future        1.854   -0,2 
Nikkei-225           9.578   -1,2 
Hang-Seng-Index     20.982   -0,5 
Shanghai-Composite   2.629   -0,7 
Kospi                1.762   -0,5 
 
 

DEVISEN

DEVISEN   zuletzt  +/- % (ggü 0.00 Uhr) 
EUR/USD    1,3072  -0,1% 
EUR/JPY  113,0316  -0,5% 
EUR/CHF    1,3594  -0,2% 
USD/JPY   86,4850  -0,5% 
USD/CHF    1,0400  -0,1% 
GBP/USD    1,5624   0,1% 
EUR/GBP    0,8366  -0,1% 
 
 

ÖLPREIS (NYMEX LIGHT SWEET)

aktuell    Vortag New York 
USD     78,14         78,36 

Der Ölpreis hat am Donnerstag im Fahrwasser eines schwächeren Dollars seine zweitägige Talfahrt beendet und deutlich angezogen. Der führende September-Kontrakt auf ein Barrel Leichtöl der Sorte WTI verteuerte sich zum Settlement um 1,8 oder 1,37 USD auf 78,36 USD. Das Tageshoch lag bei 78,89 USD und das -tief bei 76,45 USD. Laut Händlern hat die Dollarabwertung entscheidend zum Preisanstieg bei Rohöl beigetragen. Aber auch die positiven Daten vom US-Arbeitsmarkt hätten den Markt gestützt, hieß es.

AKTIEN TOKIO (VERLAUF)

Schwach - Belastet wird der Markt von einem stärkeren Yen, der ein Acht-Monats-Hoch zum Dollar erreicht hat. "Der Wechselkurs ist Besorgnis erregend, vor allem weil die japanische Regierung und die Zentralbank nichts tun", kommentiert ein Analyst von Cosmo Securities. Er geht dennoch davon aus, dass der Leitindex die Marke von 9.500 Punkten halten kann und möglicherweise gestützt von guten Quartalszahlen in der nächsten Woche sogar die 10.000 testen wird. Halbleitertitel geben besonders deutlich nach: Kyocera und Tokyo Electron verlieren über 2%. Sony steigen dagegen um 3% und Panasonic erholen sich von dem Vortageseinbruch um 6%. Der Konzern will für den angekündigten Buyout von zwei Mehrheitsbeteiligungen auch zurückgekaufte eigene Aktien verwenden.

AKTIEN CHINA (VERLAUF)

Leichter - Vor allem Finanzwerte geben in Schanghai nach, belastet von dem anstehenden Börsengang der Everbright Bank. Der 20 Mrd CNY schwere Börsengang soll am 18. August stattfinden. "Angesichts des ohnehin herrschenden Liquiditätsdrucks wegen der Rekapitalisierungsmaßnahmen der Banken scheint die jüngste Kursrally des Gesamtmarktes eher eine technische Erholung zu sein als eine Trendumkehr", kommentiert ein Händler von Guotai Junan Securities. Unter den Bankentiteln fallen ICBC und Agricultural Bank um gut 1%. Chalco steigen gegen den Trend um über 6%, gestützt von besseren Geschäftsaussichten, nachdem die Muttergesellschaft Aluminum Corp of China gemeinsam mit Rio Tinto ein Eisenerzprojekt in Guinea entwickelt.

AKTIEN SEOUL (VERLAUF)

Leichter - Die Anleger hielten sich vor wichtigen Konjunkturdaten aus den USA am Berichtstag zurück, heißt es. "Die Sorge der Investoren ist, dass Samsung Electronics zwar hervorragende Geschäftszahlen für das dritte Quartal ausweisen wird, die Nachfrage im vierten Quartal aber zurückgehen wird", sagt ein Analyst von Hyundai Securities. Er sieht den Kospi für den restlichen Tag zwischen 1.755 und 1.765 Punkten. Samsung Electronics fallen nach Gewinnmitnahmen um 1%. Der Konzern hatte seinen operativen Gewinn im abgelaufenen Quartal um 88% auf 5,01 Bill KRW gesteigert. Auch Kia Motors zeigen sich trotz guter Geschäftszahlen etwas leichter.

RÜCKBLICK US-MÄRKTE

US-NACHBÖRSE

MEMC Electronic und Wynn sind im nachbörslichen US-Handel nach Veröffentlichung ihrer Quartalsberichte unter Druck geraten. Für MEMC ging es auf um 7,1% abwärts, nachdem der Waferhersteller mitgeteilt hatte, seinen bislang in Aussicht gestellten Jahresgewinn von 0,70 bis 0,80 USD vermutlich nicht zu erreichen. Den Umsatzausblick von 1,75 Mrd bis 1,85 Mrd USD werde MEMC dagegen wohl übertreffen. Wynn gaben 3,3% ab. Der Kasinobetreiber hat für das abgelaufene Quartal 0,42 USD Gewinn je Aktie veröffentlicht, bereinigt 0,52 USD.

NYSE-ECKDATEN

Vortag 
Umsatz (Aktien) 1,18 Mrd   1,00 Mrd 
Gewinner        1.591 
Verlierer       1.423 
Unverändert       110 
 

INDIZES

DJIA           10.467      -0,3% 
S&P-500         1.102      -0,4% 
Nasdaq-Comp     2.252      -0,6% 
Nasdaq-100      1.860      -0,7% 

Etwas leichter - Insbesondere enttäuschte die Umsatzentwicklung bei einigen Versorgern und Konsumartikelanbietern. Bankenwerte zeigten dagegen Stärke. Die Erleichterung über die Daten zum Arbeitsmarkt verpuffte vor diesem Hintergrund schnell. Exxon Mobil verloren 0,9%. Der Ölkonzern hat im zweiten Quartal seinen Gewinn überraschend stark gesteigert. Anleger hatten auf noch bessere Zahlen gehofft. Auf der Gewinnerseite standen dagegen Pharmawerte. Hier wurde auf die überraschend guten Quartalszahlen von AstraZeneca verwiesen. Pfizer stiegen um 0,6% und Merck & Co um 0,9%. Procter & Gamble verloren im Sog anderer Konsumgüteraktien 1,6%. Colgate-Palmolive büßten nach Veröffentlichung von Quartalszahlen 6,8% ein. Goodyear rutschten nach Geschäftsausweis um 5,7% ab.

TREASURYS

Änderung    Rendite 
10-Jährige  104-10/32    unv.       2,99% 
30-Jährige  105- 2/32   -8/32       4,08% 

Uneinheitlich - Überraschend positive Daten vom US-Arbeitsmarkt und eine nur mäßig verlaufene Auktion neuer Schuldtitel bremsten. Nach zwei äußerst erfolgreich verlaufenen Auktionen neuer Schuldtitel in der laufenden Woche sprachen Rentenhändler am Berichtstag von einer verhaltenen Nachfrage bei der Versteigerung siebenjähriger US-Notes im Volumen von 29 Mrd USD. Die guten Daten vom Arbeitsmarkt dämpften die Nachfrage nach vermeintlich sicheren Anlagen, sagten Händler.

=== 
DJG/flf/reh 

(END) Dow Jones Newswires

July 30, 2010 01:45 ET (05:45 GMT)

Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.

© 2010 Dow Jones News
Software vor dem Comeback – diese 5 Aktien könnten durchstarten!
Während Halbleiter- und KI-Infrastrukturwerte von einem Hoch zum nächsten jagen, wurden viele Software-Aktien in den vergangenen Monaten regelrecht aus den Depots gedrängt. Die Angst vor Disruption hat Investoren zu einem radikalen Strategiewechsel veranlasst – mit der Folge, dass zahlreiche Qualitätsunternehmen heute auf Mehrjahrestiefs notieren.

Doch genau hier entsteht eine seltene Chance. Denn während die Bewertungen im Halbleitersektor inzwischen auf ambitionierten Niveaus liegen, ist der Bewertungsabschlag bei Software-Titeln so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gleichzeitig liefern viele Unternehmen weiterhin starke Wachstumszahlen und integrieren KI erfolgreich in ihre Geschäftsmodelle. Die Diskrepanz zwischen Kursentwicklung und operativer Stärke könnte sich schon bald auflösen.

Für Anleger bedeutet das: antizyklisch denken und gezielt zugreifen, bevor der Markt dreht. Denn erste technische Signale deuten darauf hin, dass sich die Trendwende bereits anbahnt.

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