Saarbrücken (ots) - Die stellvertretende Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Margret Mönig-Raane, hat mit Blick auf die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt vor zu viel Optimismus gewarnt. Mönig-Raane sagte der "Saarbrücker Zeitung" (Samstag): "Es ist längst nicht alles Gold, was da gerade zu glänzen versucht." Als ein Jobwunder würde sie die derzeitig erfreuliche Lage nicht bezeichnen.
Die Krise sei schließlich noch nicht überstanden. "Viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer befinden sich in unsicheren Arbeitsverhältnissen. Es gibt also keinen Grund zur Entwarnung", so die Gewerkschafterin. Mönig-Raane beklagte, dass Arbeitnehmer durch Leiharbeit, befristete Beschäftigung und Lohneinbußen im Zuge von Kurzarbeit erheblich belastet würden. "Gerade die Leiharbeit wird in vielen Bereichen krass missbraucht, um reguläre Beschäftigung zu ersetzen", betonte sie. Gleichzeitig wachse der Niedriglohnsektor. Die Beschäftigten zahlten daher für den Aufschwung einen hohen Preis, so Mönig-Raane.
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