Eine zwei Wochen lang hitzig
geführte Bieterschlacht ist entschieden: Der weltgrößte
Computerbauer Hewlett-Packard
Bislang hatte 3Par zu Dell gehalten, doch der kleinere der beiden Computerhersteller geriet im Laufe der Bieterschlacht immer mehr ins Hintertreffen. HP ist wesentlich finanzstärker. Dell hatte es verpasst, rechtzeitig ins krisenfestere Dienstleistungsgeschäft vorzustoßen und versucht die Lücke mit Zukäufen zu schließen.
Pro Aktie bietet HP nun 33 Dollar. Dells letztes Wort liegt bei 32 Dollar. Vor dem Aufflammen des Interesses an 3Par war die Aktie keine 10 Dollar wert. Die Firma war nur Fachleuten ein Begriff. Das Unternehmen ist mit einem Jahresumsatz von zuletzt 194 Millionen Dollar weder sonderlich groß, noch schreibt es Gewinne.
3Par ist trotzdem spannend, weil der Konzern im Wachstumsfeld Datenspeicher gut aufgestellt ist: Zum einen steigen die Datenmengen stetig an, die Unternehmen oder Behörden verwalten müssen. Zum anderen nimmt das sogenannte Cloud Computing Fahrt auf. Dabei lagern Programme zentral auf Großrechnern und werden je nach Bedarf vom Rechner am Arbeitsplatz abgerufen.
Ein Trost bleibt Dell: Der Computerkonzern hält bereits ein Drittel der 3Par-Anteile und bekommt entsprechend ein stattliches Sümmchen von HP überwiesen. Zudem muss 3Par seinerseits 72 Millionen Dollar als Strafe dafür zahlen, dass der Speicherspezialist die Seiten gewechselt hat./das/DP/fn
ISIN US4282361033 US24702R1014 US88580F1093
AXC0165 2010-09-02/17:18
