Aktien der Postbank
Die Deutsche Bank will 24 bis 25 Euro für eine Postbank-Aktie bieten und damit vermeiden, dass sie im Februar 2012 weitere Aktien zum Preis der vereinbarten 45 Euro je Aktie übernehmen muss. Derzeit befinden sich etwas mehr als 30 Prozent der Postbank im Streubesitz. An der Börse hatte das Papier in den vergangenen Wochen wegen der Spekulationen auf ein Gebot der Deutschen Bank bereits deutlich zugelegt - die Aktie war am Freitag bei 27,035 Euro aus dem Handel gegangen.
KEPLER EMPFIEHLT ANNAHME VON OFFERTE
Einem Händler zufolge ist es "keine große Überraschung, dass lediglich ein Pflichtangebot vorgelegt wird. Aber die Bestätigung dürfte die Aktien belasten. Der Durchschnittspreis der vergangenen drei Monate dürfte bei etwa 24,67 Euro liegen." Analyst Konrad Becker von Merck Finck spricht für die Postbank-Aktie weiter die Empfehlung "Sell" aus. Das angekündigte Übernahmeangebot der Deutschen Bank komme nicht überraschend und er rechne nicht mit einem Kursaufschlag von mehr als 10 bis 15 Prozent, heißt es in einem aktuellen Kommentar.
Kepler-Analyst Dirk Becker führte die negative Kursentwicklung der Postbank-Aktie auf die Enttäuschung vieler Anleger zurück. Diese hätten auf einen Aufschlag auf den Mindestpreis spekuliert und sie damit in Richtung 30 Euro nach oben getrieben. Dennoch empfiehlt er die Annahme des Angebots. "Der Preis liegt deutlich über dem wirklichen Wert der Postbank", so Beckers Überzeugung. Wenn das Angebot nach einem Monat auslaufe, könnte der Kurs deutlich weiter in Richtung des fundamentalen Wertes absacken, den der Analyst bei 12 Euro je Aktie sieht. Becker verdoppelte zwar sein Kursziel von 12 auf 24 Euro. Dieses werde er aber wieder senken, sobald das Angebot der Deutschen Bank auslaufe, was gegen Ende Oktober der Fall sein dürfte. Die Anlageempfehlung bleibt "Reduce"./gl/tih
ISIN DE0008001009 DE0005140008
AXC0068 2010-09-13/10:35
