Landesweit habe die DVU nur noch 40 von einst 400 Mitgliedern, sagte die Chefin des Verfassungsschutzes Winfriede Schreiber. Sie gehe davon aus, dass ein großer Teil der verbliebenen Mitglieder der NPD beitreten werde, ohne dass es wie in anderen Bundesländern zu einer formalen Fusion beider Parteien kommen wird. Viele ehemalige DVU-Funktionäre, wie die einstigen Landtagsabgeordneten, haben sich offenbar völlig zurückgezogen. Dennoch sehe der Verfassungsschutz eine Tendenz der rechtsextremen Szene hin zu einer größeren Militanz. Während der Rückhalt rechtsextremen Gedankengutes bei brandenburgischen Jugendlichen abnimmt und gewaltbereite Cliquen an Zulauf verlieren, nehme die Nazifizierung in der NPD weiter zu.