Die neuerliche Gerüchte um einen Austritt Griechenlands wurden hunderfach dementiert, die Politiker sagen neue Gelder zu, trotzdem kehrt keine Ruhe an den Finanzmärkten ein. Dr. Bernhard Eschweiler, Senior Economic Advisor von Silvia Quandt & Cie AG erwartet, dass sich Politik weiter durchmogeln wird – und das sei richtig: "In Spanien zeigen sich klare Stabilisierungstendenzen, das würde man durch einen Griechenland-Bankrott auf Spiel setzen".
Für ihn ist deshalb die realistische Variante, dass vorerst weitergezahlt wird, dass staatliche Institutionen nach und nach die Anleihen jedoch aufkaufen und dass später irgendwann mal eine Umschuldung vorgenommen wird. "Ein Austritt Griechenlands wäre keine Lösung, dann würde der Bankrott sofort eintreten mit all den Ansteckungsgefahren", schätzt Eschweiler. Ob Griechenland jedoch mit der weiteren Mitgliedschaft und dem harten Sanierungsprogramm wieder auf die Beine kommt, sei offen. Den Euro hält er vor diesem Hintergrund "nicht für überbewertet". Er erwartet mit Zinsspekulationen und Schuldenkrise eine Handelsspanne von 1,35 bis 1,55 Dollar.
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