EMFIS.COM - Seoul 10.08.2011 (www.emfis.de) Nachdem der Verkauf des Galaxy Tab in Australien bis auf Weiteres untersagt wurde, hat Apple jetzt am Landgericht Düsseldorf eine Einstweilige Verfügung gegen Samsung erwirkt. Das südkoreanische Konkurrenzprodukt zum iPad darf fortan auch in der EU nicht mehr angeboten werden.Nach Angaben von dpa wurde die Einstweilige Verfügung gegen die Samsung Electronics GmbH in Schwalbach und dem Mutterkonzern erlassen. Sollte Samsung gegen den Verkaufstopp verstoßen, ist eine Geldbuße von 250.000 Euro, beziehungsweise eine Ordnungshaft von bis zu zwei Jahren fällig. Im FOSS Patents Blog war zu lesen, dass Apple auch in den Niederlanden eine Einstweilige Verfügung erwirken will.
Medienberichten zufolge hat sich Samsung allerdings über die Vorgehensweise des Landgerichts Düsseldorf beschwert. Die Einstweilige Verfügung wurde offenbar erlassen, ohne dass es zuvor eine Anhörung gegeben hätte.
Drohender Importstopp in den USAIn den USA betrifft der drohende Importstopp neben dem Galaxy Tab zudem auch noch Samsungs Smartphones: Letzte Woche hatte Apple vor der Internationalen Handelskommission (ITC) eine Beschwerde gegen Samsung eingereicht. Eine Untersuchung wurde bereits eingeleitet.
Apple wirft Samsung vor, bei der neuen Version des Galaxy Tabs insgesamt zehn Patente verletzt zu haben. Umstritten ist dabei vor allem der Gebrauch von Handgesten zur Gerätesteuerung. Darüber hinaus habe Samsung auch beim Design des Tablet PCs schamlos beim iPad abgekupfert.
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