BERLIN (Dow Jones)--Irlands Finanzminister Michael Noonan ist auf Distanz zu den deutsch-französischen Vorschlägen für eine engere wirtschaftspolitische Integration im Euroraum gegangen. Irland habe mit jeder Steuer Probleme, die den Wettbewerb beeinträchtigen würde, erklärte er in einem Gespräch mit der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe). Eine Finanztransaktionssteuer lehnte der Minister allerdings nicht grundsätzlich ab. Diese müsse aber in der gesamten Europäischen Union und nicht nur in den 17 Euro-Ländern.
Zudem machte der Finanzminister deutlich, dass Irland an seinem vergleichsweise niedrigen Unternehmenssteuersatz von 12,5% festhalten wolle. Dieser "ist eine Grundlage unserer Industriepolitik", sagte er. Er wandte sich damit gegen die von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy vorgeschlagene Abstimmung in der Steuerpolitik.
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August 19, 2011 00:50 ET (04:50 GMT)
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