"Die 50-Prozent-Grenze betrifft viele Soldaten, die posttraumatische Belastungsstörungen haben. Und an der Stelle hat sich die Regierung nicht so bewegt, wie es das Parlament will." Eine große Organisation wie die Bundeswehr mit 60.000 Zivilbeschäftigten könne "natürlich eine kleine Zahl von Beschädigten in ihrem Personalkörper vertragen". Arnold betonte: "Das Problem ist lösbar, wenn man will." Jedenfalls dürfe man den Soldatenberuf nicht mit dem übrigen öffentlichen Dienst gleich setzen. "Die Soldaten haben eine besondere Regelung verdient." Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Ulrich Kirsch, erklärte der "Mitteldeutschen Zeitung": "Wir begrüßen das Vorhaben der Bundesregierung ausdrücklich. Sie trägt damit den Erfordernissen der Bundeswehr als Einsatzarmee Rechnung und hilft den vielen an Körper und Seele verwundeten Kameradinnen und Kameraden sowie den Hinterbliebenen der Gefallenen." Doch auch der Bundeswehrverband werde im Gesetzgebungsverfahren auf weitere Verbesserungen hinarbeiten, so Kirsch. Dies gelte konkret für die Reduzierung des Grads der Schädigungsfolgen für einen Anspruch auf Weiterbeschäftigung sowie Beweiserleichterungen im Zusammenhang mit dem Nachweis einer Traumatisierung. Der Vorsitzende des Bundes Deutscher Veteranen, Andreas Timmermann-Levanas, sprach angesichts des Vorhabens der schwarz-gelben Koalition von einer "verpassten Chance".