Die Deutsche Telekom
Cole sagte, mit T-Mobile würde ein Spieler vom Markt verschwinden, der in der Vergangenheit durch seine aggressiven Angebote geholfen habe, die Preise niedrig zu halten. Durch die Übernahme blieben von vier landesweit vertretenen Mobilfunkern nur noch drei übrig - mit AT&T als unangefochtenem Marktführer. Die Kunden wären die Leidtragenden, sagte Sharis Pozen von der Kartellabteilung des Justizministeriums.
Für die Deutsche Telekom und AT&T ist jedoch noch nicht alles verloren. Der Fall liegt nun vor einem Gericht in Washington, bei dem das Justizministerium Klage einreichte um den Verkauf juristisch zu verhindern. Hier können die Telekommunikationskonzerne nun versuchen, das Geschäft doch noch durchzufechten. AT&T kündigte bereits an, den Kampf aufzunehmen. "Wir bleiben zuversichtlich, dass dieser Zusammenschluss im besten Interesse der Konsumenten und unseres Landes ist, und dieser Fakt wird vor Gericht obsiegen", erklärte der Konzern.
Die Deutsche Telekom äußerte sich zunächst nicht. Sie hatte im
März verkündet, ihre US-Mobilfunktochter für 39 Milliarden Dollar an
AT&T zu verkaufen und sich im Gegenzug an dem US-Konzern zu
beteiligen. Denn T-Mobile USA ist deutlich kleiner als die beiden
US-Branchenriesen AT&T sowie Verizon
Die Aktien der Deutschen Telekom und von AT&T rutschten nach der Entscheidung deutlich ins Minus. Alleine die Titel der Telekom verloren annähernd 8 Prozent. Den Bonnern würden 25 Milliarden Dollar an Barem entgehen, wenn das Geschäft platzt, plus die versprochenen AT&T-Aktien. Da ist es nur ein schwacher Trost, dass AT&T der Telekom beim Scheitern 3 Milliarden Dollar an Entschädigung zahlen muss.
Schon seit Monaten formiert sich der Widerstand gegen den
Verkauf. So hatten sich einflussreiche Senatoren dagegen
ausgesprochen mit den gleichen Argumenten wie jetzt das
Justizministerium. Eine Reihe von Technologiekonzernen hatten
andererseits das Wort für die Deutsche Telekom und AT&T ergriffen.
Microsoft
Die Wettbewerbshüter fürchten aber im Gegenteil, dass bei einer Fusion nicht nur die Preise steigen, sondern auch der Service leidet und der Druck abnimmt, die Netze auf Vordermann zu bringen. In die gleiche Kerbe schlägt auch Sprint, der vierte nationale Mobilfunker. Sprint gilt als größter Verlierer, sollte die Fusion durchgehen, und lobte die Entscheidung des Justizministerium.
Nach Angaben der Wettbewerbshüter haben die "großen Vier" AT&T,
Verizon, Sprint und T-Mobile USA mehr als 90 Prozent des
Mobilfunk-Marktes im Griff. Der Rest entfällt auf viele kleine oder
größere lokale Anbieter wie etwa Metro
ISIN US9843321061 US92343V1044 US5949181045 DE0007257503 DE0005557508
AXC0283 2011-08-31/19:56
